Natascha Kampusch berichtet über ihre Gefangenschaft

Wien / Hamburg Gemeinsam mit den Filmemachern Peter Reichard und Alina Teodorescu arbeitet Natascha Kampusch derzeit an einem Dokumentarfilm über ihre achtjährige Gefangenschaft.

Die heute 21-Jährige wurde 1998 in Wien auf dem Weg zur Schule entführt und an einen unbekannten Ort gebracht. Dort lebte sie achteinhalb Jahre lang als Haussklavin des Entführers. Ermittlungen der Polizei, die nach dem Verschwinden des Mädchens eingeleitet wurden, hatten keine Ergebnisse gebracht. Im August 2006 gelang ihr die Flucht aus dem Kellerverlies in Strasshof bei Wien. Ihr Entführer, Wolfgang Priklopil, nahm sich noch am Tag ihrer Flucht das Leben. Bereits wenige Tage nach ihrer Flucht aus dem Verlies wandte sie sich in einem Brief an die Medien und die Öffentlichkeit. In diesem Brief beschrieb sie Priklopil als einen Menschen, der sie in all der Zeit auf Händen getragen und mit Füßen getreten hätte.

Jetzt berichtet sie über ihr Martyrium und ihren Weg zurück ins Leben. Dieser Weg ist sehr schwer für sie, da sie die Schule nicht beenden konnte und acht Jahre ihrer Kindheit und Jugend in jenem Kellerverlies zugebracht hatte. Der Film darüber wird im Januar im deutschen Fernsehen zu sehen sein.

2008 hatte Natascha Kampusch ein kurzes Intermezzo im Fernsehen. In der Sendung Natascha Kampusch trifft auf dem österreichischen Sender Puls 4 traf sie Formel-1-Fahrer Niki Lauda, Filmregisseur Stefan Ruzowitzky und Schauspielerin Veronica Ferres. Nach nur drei Sendungen wurde die Ausstrahlung jedoch eingestellt.