Arbeit und Beruf


Dompteur im Tierpark angegriffen

Hamburg Im berühmten Hagenbeckschen Tierpark in Hamburg ereignete sich am Mittwoch ein folgenschwerer Unfall. Ein 28-jähriger Dompteur ging rückwärts durch den Tigerkäfig, stolperte und fiel hin. Ein Tiger griff ihn sofort an und biss ihn mehrfach. Zwei weitere Tiger folgten ihm und griffen den Dompteur ebenfalls an.

Zwei weitere Dompteure, die in der Nähe waren, konnten die Tiger beruhigen und von dem verletzten Dompteur wegführen.

Der 28-Jährige wurde mit schweren, lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Zwei Tierparkbesucher, die die Szene beobachteten, erlitten Schocks und mussten ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden.

Das Unglück ereignete sich unmittelbar vor der Abendvorstellung der Tigershow des Tierparkes, die für diesen Abend natürlich abgesagt wurde.

Aufruf zum Klimaschutz am Arbeitsplatz

Luxemburg Unter dem Titel „Energy [light]“ fand Anfang November eine Aktion in Luxemburg statt. Während einer Woche wurden in den Gemeinden des Großherzogtums Schulungen durchgeführt, die die Mitarbeiter von Verwaltungen darauf aufmerksam machen sollten, wie man am Arbeitsplatz Energie sparen kann. Einige Mitarbeiter wurden zu Energieberatern ausgebildet.

Das Projekt hatte ein sehr gutes Ergebnis, wie das Tageblatt jetzt berichtet. In dieser Woche wurde etwa 12 Prozent Strom weniger Strom verbraucht. Und das in erster Linie durch das An- und Ausschalten der Geräte, denn Geräte, die ständig im Standby-Modus fahren schlucken auch viel Energie. Auch die Benutzung von Fahrstühlen verbraucht Energie. Im ganzen Land gibt es um die 8000 Fahrstühle, die genauso viel Energie verbrauchen wie 7000 Haushalte – wenn sie benutzt werden. Unnötige Benutzung spart also Energie und ist nebenbei auch noch gesund.

Luxemburgische Lehrer protestieren gegen Kürzungen

Luxemburg In der Luxemburgischen Hauptstadt soll im nöchsten Jahr weniger Geld für Bildung ausgegeben werden. Der Etat der Stadt sieht Kürzungen um rund 18 Prozent vor. Dagegen gingen die Lehrer am Montag auf die Straße. Ab 17 Uhr standen sie am Montagabend vor dem Rathaus der Stadt. So berichtet das Luxemburger Tageblatt.

Auch wenn noch nicht klar ist, inwieweit diese Kürzungen die Schüler und deren Ausbildung treffen werden, betrachtet man es doch als falsches Signal, dass man eine solche Kürzung überhaupt plant.

In manchen Bereichen sollen die geplanten Kürzungen sehr groß sein. So sollen im Bereich der pädagogischen Animation der Schüler bis zu 30 Prozent der Mittel gestrichen werden. Das stellt eine dramatische Veränderung dar. Gegen diese Entwicklung setzen sich die Lehrer zur Wehr.

Pro7 lud zum Turmspringen

München Zu einem besonderen Wettkampf im Turmspringen lud auch in diesem Jahr wieder der Moderator Stefan Raab. Er moderiert beim Sender Pro7 die Fernsehsendung tv total, bei der regelmäßig interessante Leute zu Wort kommen. Doch einmal im Jahr müssen diese Prominenten auch mal zeigen, dass sie etwas anderes können, als das, was sie normalerweise machen.

Und so fand dieser Tage in der Olympia-Halle in München das große tv-total-Turmsringen der Prominenten statt. Mit dabei waren unter anderem Turner Fabian Hambüchen, Sänger und Moderator Daniel Aminati, Sänger und Extremsportler Joey Kelly, Schauspieler Steffen Groth sowie Entertainer Stefan Raab selbst. Sie alle kletterten auf die Sprungtürme in der Olympia-Halle und stürzten sich in die Tiefen der Wasserbecken. Dabei zeigten sie allerlei kleinere und größere Kunststückchen.

Nicht ganz überraschend war, das Turner-Idol Fabian Hambüchen auch beim Turmspringen die beste Figur machte. Am härtesten traf es den 36-jährigen Fernsehmoderator Daniel Aminati, der beim Sprung vom Zehn-Meter-Turm einen furiosen Rückenklatscher hinlegte. Der Kommentar des Reporters: Sollten Sie zu hause keine Südafrikakarte haben, Daniel Aminati hat sie auf dem Rücken.

Zumindest in Deutschland keine Schließungen

Rüsselsheim Keines der Opel-Werke in Deutschland soll geschlossen werden, meinte der Opel-Chef für Europa. Die Produktion soll in Europa weiter geführt werden, aber mit weniger Personal.

Nun wird auch überlegt, ob der deutsche Staat mithelfen kann, die Firma zu erhalten. Doch die Regierung sagt, dass sie nur hilft, wenn der Konzern ein gutes Projekt ausarbeitet. Bislang hält sich die Regierung jedoch zurück.

Die deutschen Opel-Werke werden also weiter existieren. Entlassungen wird es trotzdem geben, weil die Betriebe Personal abbauen werden.

Noch vor wenigen Wochen sollte die deutsche Traditionsfirma verkauft werden. Opel wurde 1862 von Adam Opel gegründet. Zunächst stellte die Firma Nähmaschinen her, erst später wechselte man zur Herstellung von Fahrrädern und Autos. Seit 1929 gehört Opel zu dem amerikanischen Autokonzern General Motors.

Schweiz hilft bei der Ausbildung von Rettungsleuten in China

Bern / Peking Schweizer Fachleute unterstützen ihren chinesischen Kollegen bei der Ausbildung von Rettungsleuten. Dafür hat die Schweiz in den letzten sieben Jahren insgesamt ca. eine Million Franken ausgegeben. Durch diese Unterstützung ist China das Land geworden, das nunmehr die meisten Such- und Rettungsteams im urbanen Bereich unterhält.

Das verdankt das Land vor allem Beat Künzi. Der Schweizer ist seit 2002 der Verbindungsmann zwischen den Schweizern und den Chinsesen. Zunächst kamen die Chinesen in die Schweiz, um sich dort ausbilden zu lassen, aber ab 2006 gingen die Schweizer nach China und hielten dort ihre Kurse. Seitdem ging die Entwicklung sprunghaft schnell, allerdings nicht ohne Porbleme und Rückschläge.

Zum 60. Jahrestag der Volksrepublik China im Oktober diesen Jahres war nun Beat Künzi wieder in China. Ihm wurde dort durch Ministerpräsident Wan Jiabao die höchste Auszeichnung verliehen, die China an Ausländer vergibt, der Chinesische Freundschaftspreis.

Johannes Heesters erhält Bambi

Potsdam Wenige Tage vor seinem 106. Geburtstag wurde der niederländische Schauspieler Johannes Heesters in Potsdam zum achten Mal mit einem Bambi ausgezeichnet. Der Bambi ist der bedeutendste deutsche Medien- und Fernsehpreis, der seit 1948 jährlich vergeben wird.

Heesters wurde 1903 in Amersfoort in den Niederlanden geboren und lebt seit 1936 in Deutschland. Er ist jedoch österreichischer Staatsbürger. In Österreich und Deutschland hat er eine bedeutende Karriere als Schauspieler und Sänger gehabt. Er gilt als der älteste aktive Künstler weltweit. Trotz seines hohen Alters steht Heesters nach wie vor auf der Bühne und tritt auf. So spielt er zur Zeit in Stuttgart die Rolle Gottes in dem Stück „Jedermann“ von Hugo von Hoffmannsthal. In seiner Heimat ist Heesters stark umstritten, da er auch während der Nazizeit in Deutschland aufgetreten ist.

Johannes Heesters ist seit 1992 mit der 46 Jahre jüngeren Schauspielerin Simone Rethel verheiratet. Auch seine 72 Jahre alte Tochter Nicole Heesters ist Schauspielerin.

Andere doiersjährige Bambi-Preisträger sind unter anderem Ex-Bundeskanzler Helmuth Kohl, der den Millenuim-Bambi erhielt, die ukrainisch-deutschen Boxer-Brüder Witali und Wladimir Klitschko ud der Schauspieler Maximilian Schell, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Auch Modemacher Giorgio Armani erhielt einen Bambi.

Frauen auf Segeltörn durch die dänische Südsee

Eckernförde / Schleswig-Holstein Das Segelschulschiff Roald Amundsen war mit einer ungewöhnlichen Crew in der dänischen Südsee unterwegs. An Bord des Schiffes waren nur Frauen. Kapitänin Rothkegel betont: „Einen reinen Frauentörn hat es noch nie gegeben. Und es ist immer noch ein Thema, wenn Frauen höhere Positionen auf einem Segelschulschiff besetzen.“

In vier Tagen war das Schiff in der südlichen Ostsee unterwegs und hat dabei unter anderem die dänische Märcheninsel Ærø besucht.

Aber Cornelkia Rothkegel betont auch, dass die „Roald Amundsen“ nicht nur durch die Ostsee schippert. Das 1952 in Rosslau gebaute Schiff hat in seiner Geschichte auch schon drei Atlantiüberquerungen hinter sich gebracht. Das nächste Mal will man im Januar Richtuing Amerika in See stechen. Über die Kanaren und Bermudas nimmt das Schiff Kurs auf die Großen Seen. Dort nimmt die „Roald Amundsen“ am Great Lake Challenge teil. Anfang 2011 wird das Schiff dann wieder in Deutschland sein.

Läden vor Weihnachten länger offen

Berlin Ladenketten wie Rewe oder Edeka wollen ihre Supermärkte in der Vorweihnachtszeit an manchen Orten bis 24 Uhr offen halten. Erst vor drei Jahren hatte es ein Gesetz überhaupt erstmal möglich gemacht, dass Supermärkte bis in die Nacht hinein geöffnet sein können. Bei den Supernmarktketten Rewe und Edeka waren seither viele Märkte in fünfzehn Bundesländern bis 22 Uhr offen. Nur in Bayern müssen Läden nach wie vor spätestens um 20 Uhr schließen.

Nun pünktlich zur Weihnachtszeit soll sich das ändern. Zunächst werden nur einige wenige Läden in den Zentren der großen Städte von dieser Verlängerung der Ladenöffnungszeiten betroffen sein. Keineswegs sollen Supermärkte flächendeckend bis Mitternacht offen sein. Das betonen Sprecher der beiden Unternehmen.

Die Kirchen wehren sich gegen zu lange Öffnungszeiten. Insbesondere die Kirchen wollen nicht, dass Läden sonntags geöffnet sindund haben gegen den verkaufsoffenen Sonntag vor Gericht geklagt. Sie wollen den freien Tag in der Woche schützen.

Verhüllungskünstlerin in New York verstorben

New York Die weltberühmte Künstlerin Jeanne-Claude ist am Mittwoch in New York im Alter von 74 Jahren verstorben. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem bulgarischen Künstler Christo, hat sie seit über 40 Jahren mit Verhüllungskunst gearbeitet.

Das Paar hat gemeinsam mit riesigen Stoffbahnen gearbeitet. Eines ihrer spektakulärsten Projekte war die Verhüllung des Berliner Reichstages 1995. Damals hatten sie das Reichstagsgebäude in Berlin mit 100 000 Quadratmetern feuerfestem Stoff eingewickelt. dazu verwendeten die Künstler über 15 Kilometer Seil.

Aber das war nicht ihr einziges Projekt im deutschsprachigen Raum. Bereits 1968 waren sie in Kassel bei der Ausstellung documenta dabei und zeigten einen länglichen Ballon mit einem Volumen von 5600 Kubikmetern. Dieser Ballon sollte mit einem kleinen Heliumballon zum Fliegen gebracht werden. Das Projekt missglückte jedoch. 1998 verhüllten sie in Riehen bei Basel in einem Park 178 Bäume.

Das Material für einige der Projekte wurde in den deutsche Städten Emsdetten und in Taucha hergestellt. Nach den Projekten wurde es vollständig recycelt.

Jeanne-Claude wurde nach eigenen Angaben am 13. Juni 1935 in Casablanca geboren. Das ist auch der Geburtstag Christos. Sie wuchs in Paris und in Tunesien auf. Im November 1962 heiratete sie Christo und ging mit ihm zusammen 1964 in die USA, wo sie bis zu ihrem Tode in New York lebte.

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