Nordrhein-Westfalen


Das weiße Band

Bochum Das weiße Band, der neue Film des österreichischen Regisseurs Michael Haneke erhielt am Sonnabend den Europäischen Filmpreis in der Kategorie Bester Europäischer Film. Auch der Preis für die beste und das beste Drehbuch gingen an Das weiße Band und dessen Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke.

Der Film Das weiße Band ist ein Schwarzweißfilm, der in Norddeutschland in der Zeit kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges spielt. Er schildert eine fiktive Handlung in dem fiktiven Dorf Eichwald.  Die Geschichte wird aus der Sicht des Dorflehrers erzählt, der das Dorf nach dem Beginn des Krieges verlässt, um nie wieder zurück zu kommen.

Der Europäische Filmpreis wird seit 1988 vergeben. In diesem Jahr fand die Verleihung in Bochum statt. Bochum liegt im Ruhrgebiet, das im nächsten Jahr als Metropole Ruhr Kulturhauptstadt Europas sein wird.

Unter den 300 Millionenstädten gibt es nur vier im deutschsprachigen Raum

Berlin Nur vier der 304 Millionenstädte liegen im deutschsprachigen Raum. Die größte Stadt der Welt ist Angaben von Wikipedia zu Folge Mumbai in Indien. Dort leben rund 13,6 Millionen Einwohner. Europas größte Stadt liegt nur zur Hälfte in Europa: Die türkische Metropole Istanbul hat derzeit etwa 12,5 Millionen Einwohner. Moskau folgt mit 10,5 und London mit 7 Millionen Einwohnern.

Die größte Stadt des deutschsprachigen Raumes ist Berlin. Dort leben über 3 Millionen Einwohner. Die anderen drei Millionenstädte im deutschen Sprachraum sind Hamburg mit 1,7 Millionen, Wien mit 1,6 Millionen und München mit 1,3 Millionen Einwohnern.

Schaut man sich allerdings die Metropolregionen an, ergibt sich ein anderes Bild. Die weltweit größte Metropolregion liegt in Japan, wo in und um Tokio etwa 37 Millionen Menschen leben. In Europa leben die meisten Menschen in und um Moskau. Die größte Metropolregion des deutschsprachigen Raumes umfasst keine der vier Millionenstädte. Mit seinen 10 Millionen Einwohnern ist das Rhein-Ruhr-Gebiet am größten. Die Einwohnerzahl des Gebietes geht allerdings zurück.

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Am 5. Dezember starben zwei prominente Persönlichkeiten

Wien / Bonn In Wien verstarb der weltbekannte Bildhauer Alfred Hrdlicka im 82. Lebensjahr. Hrdlicka, der 1928 in Wien geboren wurde, war einer der bedeutendsten österreichischen Bildhauer und Maler und hat viele wichtige Werke geschaffen und oft für Diskussionen im Lande gesorgt. So hatte er 1999 für die KPÖ für das österreichische Parlament kandidiert.

Am selben Tag starb in Bonn wenige Tage vor seinem 83. Geburtstag der deutsche Politiker Otto Graf Lambsdorff. Er war am 20. Dezember 1926 in Aachen geboren worden. Er war ein liberaler Politiker, der seit den 70er Jahren im Rampenlicht der deutschen Politik. Er war unter anderem von 1977 bis 1984 Bundeswirtschaftsminster und bis 1993 Vorsitzender der FDP. Lambsdorff war ein Kämpfer für eine liberale Wirtschaftspolitik in Deutschland. Er wollte mehr Freiheit in der Wirtschaft. In den 80er Jahren allerdings geriet er in den Strudel eines großen Skandals, der sogenannten Flick-Affäre.

Sowohl Hrdlicka als auch Lambsdorf schrieben ein großes Stück Geschichte ihrer Heimatländer und darüber hinaus.

KPÖ = Kommunistische Partei Österreichs

FDP = Freie Demokratische Partei in Deutschland

Peter Paul Michalski wieder hinter Gittern

Wesel Vor einigen Tagen war Peter Paul Michalski gemeinsam mit seinem Kumpan Michael Heckhoff aus einem Gefängnis in Aachen ausgebrochen. Danach hat er ganz Nordrhein-Westfalen in Atem gehalten.

Nach ihrem Ausbruch ließen sich die Herren ins Ruhrgebiet chauffieren. Unfreiwillige Chauffeure wurden zunächst ein Taxifahrer, dann eine junge Frau, die sie dazu zwangen. Als das Benzin des Autos alle war, flüchteten sie zu Fuß weiter.

Wenig später “baten” sie ein älteres Paar um Hilfe und fuhren mit deren Auto weiter. Am dritten Tag der Flucht ging Michalskis Kumpan der Polizei ins Netz. Er selbst flüchtete weiter, bis er am 1. Dezember im Landkreis Wesel durch die Polizei gefasst werden konnte.

Heckhoff und Michalski waren während ihrer Flucht schwer bewaffnet. Sie waren deswegen als besonders gefährlich eingestuft worden. Darum war auch der Polizeieinsatz entsprechend groß. In vielen Städten an Rhein und Ruhr waren Straßensperren errichtet worden. Alle Fahrzeuge wurden kontrolliert, um die beiden Ausbrecher zu fangen.

Am Ende ging alles friedlich zu Ende. Bei seiner Festnahme im Landkreis Wesel war Michalski mit dem Fahrrad unterwegs.

Neuartiger Weihnachtsbaum in Wesel

Wesel Die Kaufleute in Wesel am Niederrhien haben in diesem Jahr entschieden, dass sie einen etwas anderen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz der Stadt aufstellen wollen. Dafür haben sie 20 000 Euro zusammengetragen und einem Schmied den Auftrag erteilt, einen stählernen Weihnachtsbaum zu schaffen. Dieser Stahlbaum steht jetzt seit einigen Tagen an Ort und Stelle.

Die Meinung der Weseler Bürger über diesen Baum ist geteilt. Einige wenige finden es eine tolle Idee, die meisten jedoch scheinen den Baum nicht gut zu finden.

Dabei hat der Weihnachtsbaum einige Vorteile. Zum einen muss kein Baum gefällt werden, der dann auf dem Marktplatz aufgestellt wird. Zum anderen ist der stählerne Koloss wiederverwendbar. Er kann jedes Jahr aufs Neue aufgestellt werden. Auf diese Weise, so rechnen die Kaufleute, wird sich auch der Preis von 20 000 Euro bald amortisiert haben. Und nachts, so meinen einige Bewohner der Stadt, spielt es sowieso keine Rolle, ob der Baum echt ist oder nicht: Man sieht ja doch nur die Lichter.

Verhüllungskünstlerin in New York verstorben

New York Die weltberühmte Künstlerin Jeanne-Claude ist am Mittwoch in New York im Alter von 74 Jahren verstorben. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem bulgarischen Künstler Christo, hat sie seit über 40 Jahren mit Verhüllungskunst gearbeitet.

Das Paar hat gemeinsam mit riesigen Stoffbahnen gearbeitet. Eines ihrer spektakulärsten Projekte war die Verhüllung des Berliner Reichstages 1995. Damals hatten sie das Reichstagsgebäude in Berlin mit 100 000 Quadratmetern feuerfestem Stoff eingewickelt. dazu verwendeten die Künstler über 15 Kilometer Seil.

Aber das war nicht ihr einziges Projekt im deutschsprachigen Raum. Bereits 1968 waren sie in Kassel bei der Ausstellung documenta dabei und zeigten einen länglichen Ballon mit einem Volumen von 5600 Kubikmetern. Dieser Ballon sollte mit einem kleinen Heliumballon zum Fliegen gebracht werden. Das Projekt missglückte jedoch. 1998 verhüllten sie in Riehen bei Basel in einem Park 178 Bäume.

Das Material für einige der Projekte wurde in den deutsche Städten Emsdetten und in Taucha hergestellt. Nach den Projekten wurde es vollständig recycelt.

Jeanne-Claude wurde nach eigenen Angaben am 13. Juni 1935 in Casablanca geboren. Das ist auch der Geburtstag Christos. Sie wuchs in Paris und in Tunesien auf. Im November 1962 heiratete sie Christo und ging mit ihm zusammen 1964 in die USA, wo sie bis zu ihrem Tode in New York lebte.

Grundsteinlegung am vergangenen Samstag

Köln Am 7. November wurde in Köln der Grundstein zu einer neuen Moschee gelegt. Jahrelange Diskussionen hatten zur Folge, dass man die Grundsteinlegung immer wieder verschieben musste. Jetzt war es soweit. Bei dem Festakt in Köln waren Vertreter der Stadt  Köln, des Landes Nordrhein-Westfalen und verschiedener islamischer Vereinigungen in Köln dabei.

Die Moschee wird mit seiner interessanten Architektur ein neues Wahrzeichen der Stadt im Westen Deutschlands sein. Das Hauptgebäude wird die Form einer aufgehenden Blüte haben. Die Kuppelk des Hauses wird 35 Meter hoch sein. Neben dem Hauptgebäude der Moschee werden zwei 55 Meter hohe Minarette in den Himmel der Domstadt ragen. Der Bau der Moschee soll 2011 abgeschlossen sein.

Die islamische Gemeinschaft in Köln will sich nicht von den nichtmuslimischen Kölnern abgrenzen. Deswegen werden zum Beispiel Reden, die in der Moschee gehalten werden, auch ins Deutsche übersetzt werden.

Am rande der Grundsteinlegung fand eine Demonstration von etwa 60 Rechtsradikalen statt, die gegen den Moscheebau in Köln sind.

Wenige Stunden nach der Grundsteinlegung wurde in der 800 Kilometer östlich von Köln gelegenen sächsischen Landeshauptstadt Dresden die Wände der neu errichteten Synagoge mit Hakenkreuzen und antisemitischen Parolen beschmiert. Man kann davon ausgehen, dass deutsche Rechtsradikale hinter der Tat stecken.

Opelaner fassungslos und ohne Hoffnung

Bochum Die Nachricht kam wie eine Dusche mit eiskaltem Wasser: General Motors will  Opel nicht verkaufen! Das hört sich wie eine gute Nachricht an, ist aber keine. Denn General Motors ist pleite und hat grosse Schwierigkeiten.

Monatelang hatte die deutsche Regierung mit General Motors verhandelt. Man hatte ander Investoren gefunden, die Opel übernehmen wollten. Der österreichische LKW-Hersteller Magna wollte die Firma übernehmen und sanieren. Das Geld dafür wollte die russische Sberbank zur Verfügung stellen.

Nun entschied jedoch die Konzernführung in Detroit, dass man Opel doch nicht verkaufen will. In Berlin herrscht helle Aufregung, denn die Kanzlerin war gerade in Washington. Dort hatte man ihr nichts gesagt, obwohl der amerikanische Staat der grösste Teilhaber von General Motors ist und Präsident Obama davon hätte wissen müssen. Auch in Moskau ist die Aufregung gross. Ministerpräsident Putin versteht nicht, was da gespielt wird.

Und die Leute in Bochum stehen fassungslos da und haben alle Hoffnungen verloren, dass es mit ihrem Unternehmen noch weiter geht.

Heidi Klum ist zum vierten Mal Mutter

Los Angeles Das 36-jährige Model Heidi Klum ist zum vierten Mal Mutter geworden. Am 9. Oktober, so gab sie auf ihrer Homepage bekannt, wurde ihre Tochter Lou Sulola Samuel geboren. Sie ist das dritte Kind, das Heidi Klum gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann, dem britischen Sänger Seal Samuel h

klumHeidi Klum wurde 1973 in Bergisch-Gladbach geboren und begann zu Beginn der 90er Jahre ihre Modelkarriere. Seit Ende der 90er Jahre ist sie ein international gefragtes Model. Gleichzeitig ist sie auch Fernsehmoderatorin und schauspielert gelegentlich.

Seit 1993 lebt Heidi Klum in den USA. Im vergangenen Jahr wurde sie Staatsbürgerin der USA, weil sie, wie sie selbst sagt, bei der Präsidentenwahl ihre Stimme für Barack Obama abgeben wollte.

Wenige Tage vor der Geburt von Lou Sulola beantragte sie eine Änderung ihres Namens: Sie will fortan den Nachnamen ihres Mannes tragen und Heidi Samuel heißen.

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