Bayern


Läden vor Weihnachten länger offen

Berlin Ladenketten wie Rewe oder Edeka wollen ihre Supermärkte in der Vorweihnachtszeit an manchen Orten bis 24 Uhr offen halten. Erst vor drei Jahren hatte es ein Gesetz überhaupt erstmal möglich gemacht, dass Supermärkte bis in die Nacht hinein geöffnet sein können. Bei den Supernmarktketten Rewe und Edeka waren seither viele Märkte in fünfzehn Bundesländern bis 22 Uhr offen. Nur in Bayern müssen Läden nach wie vor spätestens um 20 Uhr schließen.

Nun pünktlich zur Weihnachtszeit soll sich das ändern. Zunächst werden nur einige wenige Läden in den Zentren der großen Städte von dieser Verlängerung der Ladenöffnungszeiten betroffen sein. Keineswegs sollen Supermärkte flächendeckend bis Mitternacht offen sein. Das betonen Sprecher der beiden Unternehmen.

Die Kirchen wehren sich gegen zu lange Öffnungszeiten. Insbesondere die Kirchen wollen nicht, dass Läden sonntags geöffnet sindund haben gegen den verkaufsoffenen Sonntag vor Gericht geklagt. Sie wollen den freien Tag in der Woche schützen.

Trabantausstellung im Deutschen Verkehrsmuseum

München Plastikbomber, Carton de la Pappe, Volkswagen der DDR – das alles sind Namen, mit denen man eines der bekanntesten Markenzeichen der DDR benannt hat, den Kleinwagen Trabant. Von 1557 bis 1991 wurden über 3 Millionen dieser Wagen in den Autowerken in der sächsischen Stadt Zwickau hergestellt. Dann kam das Aus. Aber bis heute rollen immer noch etwa 50 000 Trabanten auf den Straßen Deutschlands. Der bekannteste unter den Trabanten ist der Trabant 601, der seit 1964 gebaut wurde. Über 2 Millionen Wagen dieses Typs wurden hergestellt.

Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums München erinnert jetzt eine Ausstellung von Fotos des niederländischen Fotigrafen Martin Roemers an die letzten Tage der Trabant-Produktion in Zwickau. Er war damals vor Ort und hat die Ereignisse im Bild festgehalten.

Die Ausstellung auf der Münchner Theresienhöhe ist seit dem 6. November zu sehen. Sie schließt am 10. Januar 2010.

Die Geschichte des Toni Goldwascher

Passau „Toni Goldwascher“ ist der Titel eines Filmes über einen 12-jährigen Jungen im Nachkiregsdeutschland. Der Film spielt Anfang der 50er Jahre am Inn.

Toni Sedlacek ist ein Außenseiter. Er lebt mit seiner Mutter in einem abgelegenen Haus, das keinen guten Ruf hat. Genau wie sein Großvater versucht Toni, Gold aus dem Fluss zu waschen. Deswegen nennt man ihn den Goldwascher. Er wird von den anderen Jungen im Dorf missachtet, und besonders Hans Beil, der Sohn eines Großbauern, schikaniert ihn.

Eines Tages findet Toni tatsächlich Gold im Fluss…

Die Rolle des Toni spielt Lorenz Strasser, ein talentierter Nachwuchsschauspieler. Sein Gegenspieler wird von Florian Schlegl dargestellt. Regie führte Norbert Lechner. Der Film basiert auf einem Kinderbuch des Autors Josef Einwanger.

Ähnlich dem amerikanischen Tom Sawyer muss Toni allerlei Abenteuer überstehen. Der Film fasziniert aber nicht nur durch seine Darsteller, sondern auch durch die wunderbaren Landschaften, in denen er aufgenommen wurde.

Nach über 100 Jahren kommen die Luchse zurück

Bregenz Die Lüchse kehren wieder in die Alpen zurück.  Die letzten frei lebenden Luchse hatte man Ende des 19. Jahrhunderts gesehen. Nun tauchen sie in den Bergen der Nordwestschweiz und in Österreich wieder auf.

Luchse sind europäische Wildkatzen. Sie sehen der Hauskatze sehr ähnlich, sind aber etwas größer als sie. In den Alpen haben die Luchse gute Lebensbedingungen. Es gibt dort viele Rehe und Gämsen. Das sind ihre Lieblingsspeisen. Da es zu viele Rehe und Gämsen in diesen Gebieten gibt, sind die Luchse willkommene Helfer der Jäger und Förster.

Aber auch im Bayerischen Wald und im Harz gibt es seit einigen Jahren wieder Luchse. Man kann sie allerdings in der Regel nicht sehen. Aber sie hinterlassen ihre Spuren im Wald.

Das Versandhaus Quelle ist pleite

Fürth Das traditionsreiche deutsche Versandhaus Quelle muss zum 1. November alle Mitarbeiter entlassen und seine Arbeit einstellen.

1927 wurde die Firma von Gustav Schickedanz in Fürth gegründet. Schickedanz leitete das Unternehmen bis zu seinem Tode 1977. Während der Nazizeit war er Mitglied der Nazipartei und nach dem Zweiten Weltkrieg einige Jahre in Haft. Man warf ihm vor, sich an jüdischem Eigentum bereichert zu haben. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis wurde er mit seinem Versandhaus ein Teil des deutschen Wirtschaftswunders. Seine Firma wurde ein bedeutendes Kaufhaus in Deutschland.

1999 schloss sich das Versandhaus mit dem größten deutschen Kaufhaus , Karstadt, zusammen. Gemeinsam bildete man den Konzern Arcandor. Dieser Konzern geriet in Folge der Wirtschaftskrise ins Straucheln und musste vor drei Monaten Insolvenz anmelden. Jetzt muss der Konzern schließen. Besonders in Fürth hat das zur Folge, dass viele Menschen im nächsten Monat ihre Arbeit verlieren werden. Auch die Quelle-Schwester Karstadt wird geschlossen werden.

Brutaler Überfall in Bayern

München Im September wurde der Münchner Dominik Brunner in München-Solln am hellichten Tage brutal zusammengeschlagen. Er starb noch am Ort der Tat. Er hatte versucht, Kinder zu schtützen, die von mehreren Jugendlichen in der S-Bahn beraubt werden sollten. Nachdem er gemeinsam mit den Kindern die S-Bahn verlassen hatte, wurde er agegriffen und erschlagen. Das ganze geschah unter Zeugen. Ungefähr 15 Menschen schauten zu ohne einzugreifen. Darunter waren auch die Kinder, die er versucht hatte zu verteidigen. Sie waren fassungslos, dass kein Erwachsener half.

Das Ereignis hat eine intensive Diskussion in der deutschen Öffentlichkeit hervorgerufen. Soll man Menschen in Not helfen oder nicht. Wann soll man helfen, wann soll man Hilfe holen? Wie soll man helfen? Das waren Fragen, die diskutiert wurden.

Dominik Brunner helfen diese Diskussionen nicht mehr. Aber sie bringen vielleicht das Land weiter. Für seinen Einsatz zum Schutze der Kinder und seine Zivilcourage, die er dabei zeigte, wurde Dominik Brunner posthum mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeoichnet.