Filmtips


Das weiße Band

Bochum Das weiße Band, der neue Film des österreichischen Regisseurs Michael Haneke erhielt am Sonnabend den Europäischen Filmpreis in der Kategorie Bester Europäischer Film. Auch der Preis für die beste und das beste Drehbuch gingen an Das weiße Band und dessen Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke.

Der Film Das weiße Band ist ein Schwarzweißfilm, der in Norddeutschland in der Zeit kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges spielt. Er schildert eine fiktive Handlung in dem fiktiven Dorf Eichwald.  Die Geschichte wird aus der Sicht des Dorflehrers erzählt, der das Dorf nach dem Beginn des Krieges verlässt, um nie wieder zurück zu kommen.

Der Europäische Filmpreis wird seit 1988 vergeben. In diesem Jahr fand die Verleihung in Bochum statt. Bochum liegt im Ruhrgebiet, das im nächsten Jahr als Metropole Ruhr Kulturhauptstadt Europas sein wird.

Neuer Film über die Wende

Das Jubiläumsjahr geht zu Ende. Doch der Mauerfall bleibt aktuell, zumindest auf der Kinoleinwand. Mit dem Film Friendhip! kommt Anfang 2010 wieder ein neuer Film zu Wende und Mauerfall in die Kinos.

In diesem Film spielen Friedrich Mücke und Matthias Schweighöfer die Jugendlichen Veit und Tom. Die Handlung des Filmes spielt im Jahre 1989. Veit will für das Begrüßungsgeld, das er bekommt, wenn er nach Westdeutschland fährt, eine große Reise machen. Er will nach San Francisco fahren, dem westlichsten Punkt der Erde. Das sagt er jedenfalls. Sein Freund Tom findet die Idee toll und will unbedingt mitkommen. Was Tom aber nicht weiß, ist, dass Veitnach Amerika fahren will, um seinen Vater zu suchen, der dorthin ausgewandert ist, als Veit noch ein kleines Kind war.

Sie machen sich dennoch auf den weiten Weg und erleben natürlich allerlei Abenteuer in der, im doppelten Sinne, Neuen Welt. Zum Kinostart kann man jetzt schon an einem Gewinnspiel teilnehmen, das von der Magdeburger Firma Röstfein Kaffee gesponsert wird, und unter anderem eine Reise in die Stadt der Cable Cars gewinnen.

Neuer Film von und mit Til Schweiger

Til Schweiger hat einen neuen Film gemacht. Der deutsche Schauspieler und Regisseur, der auch in Hollywood Karriere gemacht hat, hat mit dem Film Zweiohrküken den zweiten Teil einer romantischen Komödie herausgebracht.

Der erste Teil hieß Keinohrhasen. Darin spielte Schweiger einen Typen, der eine Arbeit in einem Kindergarten annehmen musste, obwohl er keine Ahnung von Kindern hat. Dort gibt es natürlich eine schöne Kindergärtnerin, in die er sich verliebt.

Der Teil 2, Zweiohrhasen, spielt zwei Jahre später. Das Paar ist nun im Alltag angekommen. Das normale Leben nimmt seinen Lauf. In dem Film wird gezeigt, wie das Paar diesen Alltag meistert – oder nicht meistert.

Til Schweiger in der Rolle des Ludo spielt wie immer einen Frauenversteher. Sein Gegenüber ist wie auch in Keinohrhasen Nora Tschirner, die etwas strenge Kindergärtnerin. Mit dabei im Film ist auch Schweigers siebenjährige Tochter Emma Tiger Schweiger in der Rolle eines Kindergartenkindes. In weiteren Rollen zu sehen sind auch brilliante Jungstars wie Matthias Schweighöfer, Ken Duken oder Elyas M’Barek.

Der Film kommt am 3. Dezember in die deutschen Kinos.

Fernseh-Kommissar Stubbe ermittelt im Osten

Hamburg In der ZDF-Krimiserie “Stubbe – von Fall zu Fall” ermittelt Hauptkommissar Wilfried Stubbe in seiner alten Heimat. Serienkommissar Stubbe kam kurz nach der Sendung von Dresden nach Hamburg und hat seither bei der Polizei dort gearbeitet.

In seinem neuesten Fall, der am Sonnabend im ZDF ausgestrahlt worden ist, ermittelt Stubbe in der kleinen Stadt Elbermünde. Elbermünde ist eine fiktive Stadt im Osten Deutschlands an der Elbe. Dort muss Stubbe eine Reihe von Kriminalfällen lösen, die mit Rechtsextremismus in Deutschland zu tun haben. Schon im Vorfeld der Ausstrahlung gab es Diskussionen um den Film in Deutschland.

Der Darsteller des Films ist Wolfgang Stumph. Der 1946 in Schlesien geborene Schauspieler lebt in Dresden und war dort lange Jahre ein beliebter Kabarettist im Dresdner Kabarett “Die Herkuleskeule”. Nach der Wende kam er zum Film und spielt seit 1995 die Hauptrolle in dieser Krimiserie. Seine Filmtochter wird von seiner 25-jährigen Tochter Stephanie Stumph gespielt, die ebenfalls seit 1995 dabei ist und nunmehr auch in anderen Rollen brilliert hat.

Schauspieler Matthias Schweighöfer war traurig, als die Mauer fiel

Hamburg Matthias Schweighöfer passte es gar nicht, dass die MauerMatthias Schweighöfer fiel. Er war damals 8 Jahre alt und lebte in dem kleinen vorpommerschen Städtchen Anklam. Er war traurig, weil er nicht mehr das rote Halstuch bekam. Ein solches Halstuch bekamen die meisten Kinder in der DDR im Alter von 8 bis 9 Jahren. Mit sieben wurden die Kinder in der DDR Junge Pioniere. Als Zeichen dessen trugen sie ein blaues Halstuch. Zwei Jahre später wurden sie dann Thälmannpioniere und bekamen ein rotes Halstuch. Und das wollte Matthias Schweighöfer haben. Durch den Fall der Mauer aber hörte die DDR auf zu existieren und damit auch die Pionierorganisation.

Die Pionierorganisation existierte von 1948 bis 1990 und war vergleichbar mit einer landesweiten Scoutvereinigung. Allerdings war sie sehr stark von der SED, der kommunistischen Partei in der DDR, geprägt.

Matthias Schweighöfer hatte es nicht geschadet, dass er das rote Halstuch nicht bekommen hatte. Er ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler der jungen Generation geworden. 2008 hat der 28-Jährige an der Seite von Tom Cruise den Leutnant Herber in dem Film “Walküre” gespielt.

Am 1. Mai diesen Jahres ist der Schauspieler auch Vater einer Tochter geworden. Die Mutter sit die Berliner Regieassistentin Ani Schromm.

Nach dem Start des Michael Jacksons Films ist Die Päpstin nun auf Rang 2 der derzeitigen Bestenliste der deutschen Filme

Karlsruhe Noch in der letzten Woche war die grandiose Verfilmung der Geschichte eines jungen Mädchens, das vor Tausend Jahren als Johannes Angelicus Papst wurde, auf Platz 1 der Top Ten der Kinofilme.

Das hat sich fast über Nacht geändert. Der Film That Is It hat Die Päpstin verdrängt. Der Michael-Jackson-Film mit dokumentarischen Aufnahmen von den Proben zur geplanten Comeback-Tournee des im Juni verstorbenen King of Pop ist letzte Woche an den Start gegangen und sofort in vielen Ländern der Erde eine absoluter Bestseller geworden.

Nicht nur Die Päpstin büßte einen Platz ein. Auch Wickie und die starken Männer sank in der Zuschauergunst um einen Platz.

Nur die Männerherzen mit Til Schweiger hielten der Konkurrenz aus Amerika stand. Dieser Film konnte seinen 3. Platz bislang verteidigen.

Die Geschichte des Toni Goldwascher

Passau “Toni Goldwascher” ist der Titel eines Filmes über einen 12-jährigen Jungen im Nachkiregsdeutschland. Der Film spielt Anfang der 50er Jahre am Inn.

Toni Sedlacek ist ein Außenseiter. Er lebt mit seiner Mutter in einem abgelegenen Haus, das keinen guten Ruf hat. Genau wie sein Großvater versucht Toni, Gold aus dem Fluss zu waschen. Deswegen nennt man ihn den Goldwascher. Er wird von den anderen Jungen im Dorf missachtet, und besonders Hans Beil, der Sohn eines Großbauern, schikaniert ihn.

Eines Tages findet Toni tatsächlich Gold im Fluss…

Die Rolle des Toni spielt Lorenz Strasser, ein talentierter Nachwuchsschauspieler. Sein Gegenspieler wird von Florian Schlegl dargestellt. Regie führte Norbert Lechner. Der Film basiert auf einem Kinderbuch des Autors Josef Einwanger.

Ähnlich dem amerikanischen Tom Sawyer muss Toni allerlei Abenteuer überstehen. Der Film fasziniert aber nicht nur durch seine Darsteller, sondern auch durch die wunderbaren Landschaften, in denen er aufgenommen wurde.

Margarete von Trotta drehte ein Porträt der Hildegard von Bingen

Kloster Eberbach im Rheingau Margarete von Trotta ist eine deutsche Regisseurin. Sie ist immer auf der Suche nach starken Persönlichkeiten für ihre Filme. Nach Filmen über die Schwestern Ensslin 1981, über Rosa Luxemburg  1985 und die Frauen von der Rosenstraße 2003 widmet sie sich nun einer anderen starken Frau aus der Geschichte, Hildegard von Bingen.

Hildegard von Bingen lebte von 1098 bis 1179 im Rheinland. Bereits mit acht Jahren wurde sie von ihren Eltern in ein Kloster gegeben, wo sie erzogen wurde. Sie lebte später ihr ganzes Leben im Kloster und wurde eine bedeutende Denkerin ihrer Zeit. Das gefiel nicht jedem. Insbesondere den Männern war ihre Klugheit ein Dorn im Auge. Viele bedeutende Männer der katholischen Kirche waren ihre Feinde.

Aus dieser Lebensgeschichte aus dem frühen Mittelalter hat Margarete von Trotta nun ihren Film gemacht, der im Herbst in die Kinos kommt. In der Hauptrolle ist Barbara Sukowa zu sehen, die auch schon die Rosa Luxemburg vor 24 Jahren gespielt hatte.

Ein Film mit Veronica Ferres

Ein neuer Film mit Veronica Ferres wird am Mittwoch in Münster Premiere haben. In dem Film spielt die 44jährige Schauspielerin die Rolle der Marga Spiegel, einer Jüdin, die in der Nazizeit von Bauern auf dem Lande versteckt worden ist.

Heute ist Marga Spiegel 97 Jahre alt. Sie hat durch die Hilfe von Bauern aus dem Münsterland gemeinsam mit ihrem Kind die schreckliche Zeit überlebt, in der man in Deutschland jüdische Menschen verfolgt hat. Bereits 1965 hat sie über diese Erlebnisse ein Buch geschrieben, das man jetzt verfilmt hat. Sie war auch bei den Dreharbeiten im münsterländischen Billerbeck dabei.

Bei der Fernsehshow Wetten, dass…?, die am Samstag ausgestrahlt wurde, waren Marga Spiegel und Veronica Ferres Gäste der Sendung und erzählten über den Film. Dabei sagte die Schauspielerin, dass sie durch die Dreharbeiten an diesem Film mehr über die dunkelste Zeit der deutschen Geschichte gelernt hat als in ihrer gesamten Schulzeit.

Ein österreichischer Exportschlager in Italien

Kommissar Rex ist der Titel eines erfolgreichen österreichischen Krimiserie, bei der der Schäferhund Rex die Hauptrolle spielt und die Herren von der Polzei bei ihren Ermittlungen untertützt.

Nachdem nun einige Teile der Reihe in Österreich spielten, exportierte man nun diesen Film nach Italien. Hauptakteur ist immer noch der Schäferhund Rex. Aber er untersucht jetzt keine Fälle mehr in Wien, sondern in Rom. Unter den zweibeinigen Polizisten findet sich auch eine Polizistin aus Österreich, die jetzt in Rom ihren Dienst tut.

Seit 1994 wird diese Krimiserie gedreht. Seit 2007 ist sie eine Koproduktion zwischen dem ORF, dem privaten deutschen Sender Sat1 und dem italienischen Fernsehsender RAI.

In der Hauptrolle des Kriminalinspektors Richard Mosers, des Kommissars an der Seite des Hundes Rex war in den ersten Jahren der beliebte Schauspieler Tobias Moretti zu sehen. Später stieg Gedeon Burkhard in die Serie ein.

Die Serie wird als die erfolgreichste Krimiserie aller Zeiten bezeichnet und ist in 107 Ländern der Welt ausgestrahlt worden.

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