Schauspieler Matthias Schweighöfer war traurig, als die Mauer fiel
Hamburg Matthias Schweighöfer passte es gar nicht, dass die Mauer
fiel. Er war damals 8 Jahre alt und lebte in dem kleinen vorpommerschen Städtchen Anklam. Er war traurig, weil er nicht mehr das rote Halstuch bekam. Ein solches Halstuch bekamen die meisten Kinder in der DDR im Alter von 8 bis 9 Jahren. Mit sieben wurden die Kinder in der DDR Junge Pioniere. Als Zeichen dessen trugen sie ein blaues Halstuch. Zwei Jahre später wurden sie dann Thälmannpioniere und bekamen ein rotes Halstuch. Und das wollte Matthias Schweighöfer haben. Durch den Fall der Mauer aber hörte die DDR auf zu existieren und damit auch die Pionierorganisation.
Die Pionierorganisation existierte von 1948 bis 1990 und war vergleichbar mit einer landesweiten Scoutvereinigung. Allerdings war sie sehr stark von der SED, der kommunistischen Partei in der DDR, geprägt.
Matthias Schweighöfer hatte es nicht geschadet, dass er das rote Halstuch nicht bekommen hatte. Er ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler der jungen Generation geworden. 2008 hat der 28-Jährige an der Seite von Tom Cruise den Leutnant Herber in dem Film „Walküre“ gespielt.
Am 1. Mai diesen Jahres ist der Schauspieler auch Vater einer Tochter geworden. Die Mutter sit die Berliner Regieassistentin Ani Schromm.
