Gesellschaft


Grünes Licht für neues Gesetz in der Schweiz

Bern Der Bundesrat der Schweiz hat letzte Woche ein neues Sprachengesetz beschlossen. In diesem Gesetz ist festgelegt, wie die Schweiz in Zukunft mit den vier Sprachen umgehen soll, die in der Schweiz gesprochen werden. Das Gesetz regelt also, wie die vier Amtssprachen verwendet werden sollen und wie der Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften stattfinden soll. In dem Gesetz hat man auch festgelegt, dass mehrsprachige Kantone mehr Geld für ihre speziellen Aufgaben bekommen sollen. Durch das Gesetz sollen insbesondere die kleinen Sprachen besser gefördert werden.

Hintergrund des Gesetzes ist der Umstand, dass in der Schweiz neben Deutsch, der größten Sprache der Schweiz auch Französisch, Italienisch und Rätoromanisch Amtssprachen sind. Deutsch wird vor allem in der Nord- und Ostschweiz gesprochen. In der Westschweiz sprechen die Menschen Französisch. Italienisch und Rätoromanisch wird vor allem in den Kantonen Graubünden und Tessin im Süden des Landes gesprochen.

Experten rechnen mit der zweiten Welle der Schweinegrippe

Berlin Seit dem Juni sind in Deutschland etwa 30000 Personen an Schweinegrippe erkrankt. Die meisten Krankheitsfälle traten im Juli und August auf, als die Erkrankung von Urlaubsreisenden aus anderen Ländern nach Deutschland eingeschleppt wurde.

Jetzt rechnen Experten mit einer zweiten Welle der Erkrankung. Seit September steigt die Zahl der Erkrankten langsam wieder an. Zentrum der Schweinegrippe ist derzeit Bayern. Im Süden Deutschlands mussten am Wochenende mehrere Fußballspiele wegen Erkrankung abgesagt werden. Auch Tennis-Star Tommy Haas hat zur Zeit Schweinegrippe.

Bislang wurden in Deutschland sechs Todesfälle registriert. Allein am vergangenen Wochenende verstarben drei Personen, ein chronisch kranker 5-jähriger Junge, ein schwerstbehinderter 16-Jähriger und eine Mutter von vier Kindern, die keine chronischen Erkrankungen hatte.

Der neue Gesundheitsminister, Philipp Rösler, meint jedoch, dass die normale Grippe derzeit viel gefährlicher ist als die Schweinegrippe. An der „einfachen“ Grippe sterben jährlich ca. 8000 bis 10000 Menschen in Deutschland. Rösler, der selbst Arzt ist, wird sich gegen beide Grippen impfen lassen.

Der online-Radiosender Laut.fm macht mobil

Konstanz „Laut gegen Nazis“ – das ist das Motto des Radiosenders Laut.fm. Er ist jetzt mit einem eigenen neuen Programm auf Sendung gegangen. Das Programm von Laut.fm ist seit dem 15. Oktober, 18 Uhr, über das Internet zu empfangen.

Entsprechend des ebenfalls online erscheinenden Magazins haOlam.de hat der Sender für sein Projekt prominente Unterstützung gefunden. Unter den Moderatoren des Senders sind bekannte Künstler. Genannt werden Namen von Sebastian Krumbiegel, Tobias Schlegel und Smudo.

Smudo ist bereits seit 1989 der Texter und Rapper der deutschen Hiphop-Gruppe Die Fantastischen Vier. Damals war er gerade 21 Jahre alt und hatte schondrei Jahre zuvor seine Musikerkarriere begonnen.

Sebastian Krumbiegel kommt von der Gruppe Die Prinzen. Er war Thomaner, also Schüler der berühmten Thomasschule in Leipzig und des dazu gehörigen Thomanerchores, mit dem bereits Johann Sebastian Bach im 17. Jahrhundert gearbeitet hat. Seit 1991 bildet er gemeinsam mit weiteren Ex-Thomanern die Band Die Prinzen, deren Besonderheit es ist, dass sie ausschließlich a capella singen.

Tobias Schlegl ist Kabarettist und moderiert das wöchentliche politische Satiremagazin extra3 beim Fernsehsender NDR.

Brutaler Überfall in Bayern

München Im September wurde der Münchner Dominik Brunner in München-Solln am hellichten Tage brutal zusammengeschlagen. Er starb noch am Ort der Tat. Er hatte versucht, Kinder zu schtützen, die von mehreren Jugendlichen in der S-Bahn beraubt werden sollten. Nachdem er gemeinsam mit den Kindern die S-Bahn verlassen hatte, wurde er agegriffen und erschlagen. Das ganze geschah unter Zeugen. Ungefähr 15 Menschen schauten zu ohne einzugreifen. Darunter waren auch die Kinder, die er versucht hatte zu verteidigen. Sie waren fassungslos, dass kein Erwachsener half.

Das Ereignis hat eine intensive Diskussion in der deutschen Öffentlichkeit hervorgerufen. Soll man Menschen in Not helfen oder nicht. Wann soll man helfen, wann soll man Hilfe holen? Wie soll man helfen? Das waren Fragen, die diskutiert wurden.

Dominik Brunner helfen diese Diskussionen nicht mehr. Aber sie bringen vielleicht das Land weiter. Für seinen Einsatz zum Schutze der Kinder und seine Zivilcourage, die er dabei zeigte, wurde Dominik Brunner posthum mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeoichnet.