Kunst und Kultur


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Am 5. Dezember starben zwei prominente Persönlichkeiten

Wien / Bonn In Wien verstarb der weltbekannte Bildhauer Alfred Hrdlicka im 82. Lebensjahr. Hrdlicka, der 1928 in Wien geboren wurde, war einer der bedeutendsten österreichischen Bildhauer und Maler und hat viele wichtige Werke geschaffen und oft für Diskussionen im Lande gesorgt. So hatte er 1999 für die KPÖ für das österreichische Parlament kandidiert.

Am selben Tag starb in Bonn wenige Tage vor seinem 83. Geburtstag der deutsche Politiker Otto Graf Lambsdorff. Er war am 20. Dezember 1926 in Aachen geboren worden. Er war ein liberaler Politiker, der seit den 70er Jahren im Rampenlicht der deutschen Politik. Er war unter anderem von 1977 bis 1984 Bundeswirtschaftsminster und bis 1993 Vorsitzender der FDP. Lambsdorff war ein Kämpfer für eine liberale Wirtschaftspolitik in Deutschland. Er wollte mehr Freiheit in der Wirtschaft. In den 80er Jahren allerdings geriet er in den Strudel eines großen Skandals, der sogenannten Flick-Affäre.

Sowohl Hrdlicka als auch Lambsdorf schrieben ein großes Stück Geschichte ihrer Heimatländer und darüber hinaus.

KPÖ = Kommunistische Partei Österreichs

FDP = Freie Demokratische Partei in Deutschland

Johannes Heesters erhält Bambi

Potsdam Wenige Tage vor seinem 106. Geburtstag wurde der niederländische Schauspieler Johannes Heesters in Potsdam zum achten Mal mit einem Bambi ausgezeichnet. Der Bambi ist der bedeutendste deutsche Medien- und Fernsehpreis, der seit 1948 jährlich vergeben wird.

Heesters wurde 1903 in Amersfoort in den Niederlanden geboren und lebt seit 1936 in Deutschland. Er ist jedoch österreichischer Staatsbürger. In Österreich und Deutschland hat er eine bedeutende Karriere als Schauspieler und Sänger gehabt. Er gilt als der älteste aktive Künstler weltweit. Trotz seines hohen Alters steht Heesters nach wie vor auf der Bühne und tritt auf. So spielt er zur Zeit in Stuttgart die Rolle Gottes in dem Stück “Jedermann” von Hugo von Hoffmannsthal. In seiner Heimat ist Heesters stark umstritten, da er auch während der Nazizeit in Deutschland aufgetreten ist.

Johannes Heesters ist seit 1992 mit der 46 Jahre jüngeren Schauspielerin Simone Rethel verheiratet. Auch seine 72 Jahre alte Tochter Nicole Heesters ist Schauspielerin.

Andere doiersjährige Bambi-Preisträger sind unter anderem Ex-Bundeskanzler Helmuth Kohl, der den Millenuim-Bambi erhielt, die ukrainisch-deutschen Boxer-Brüder Witali und Wladimir Klitschko ud der Schauspieler Maximilian Schell, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Auch Modemacher Giorgio Armani erhielt einen Bambi.

Schweizer Fernsehen warnt vor Simpsons

Bern Die Simpsons sollen im Schweizer Fernsehen mit einem Warnhinweis versehen werden. Eine Zuschauerin hatte sich beim Fernsehen beschwert, weil sie meinte, dass die Filme über die Familie aus Springfield nicht gut für Kinder sind. Die Serie soll deswegen erst für Kinder ab 12 Jahren zugelassen werden.

Die Serie über die Simpsons feiert in desem Jahr auch ihren 20. Geburtstag, der von vielen Fernsehsendern auch mit Extrasendungen gefeiert wurde.

Vater der Simpsons ist Matt Groening. Der 1954 in Portland im US-Bundesstaat Oregon geborene Groening ist Sohn einer norwegischen Mutter. Sein Vater hatte deutsche Vorfahren. Für die Namen der Figuren der Serie hat Groening seine ganze Familie Pate stehen lassen. Seine Schwestern Lisa und Maggie sind im Film die Schwestern des Bart Simpsons. Bart Simpsons Vater Homer heißt genauso wie der Vater Groenings. Barts Mutter Marge hat ihren Namen von Groenings Mutter Margaret bekommen. Selbst Groenings Großvater spielt bei den Simpsons eine Rolle. Barts Grossvater Abe hat seinen Namen von Matts Opa erhalten.

Verhüllungskünstlerin in New York verstorben

New York Die weltberühmte Künstlerin Jeanne-Claude ist am Mittwoch in New York im Alter von 74 Jahren verstorben. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem bulgarischen Künstler Christo, hat sie seit über 40 Jahren mit Verhüllungskunst gearbeitet.

Das Paar hat gemeinsam mit riesigen Stoffbahnen gearbeitet. Eines ihrer spektakulärsten Projekte war die Verhüllung des Berliner Reichstages 1995. Damals hatten sie das Reichstagsgebäude in Berlin mit 100 000 Quadratmetern feuerfestem Stoff eingewickelt. dazu verwendeten die Künstler über 15 Kilometer Seil.

Aber das war nicht ihr einziges Projekt im deutschsprachigen Raum. Bereits 1968 waren sie in Kassel bei der Ausstellung documenta dabei und zeigten einen länglichen Ballon mit einem Volumen von 5600 Kubikmetern. Dieser Ballon sollte mit einem kleinen Heliumballon zum Fliegen gebracht werden. Das Projekt missglückte jedoch. 1998 verhüllten sie in Riehen bei Basel in einem Park 178 Bäume.

Das Material für einige der Projekte wurde in den deutsche Städten Emsdetten und in Taucha hergestellt. Nach den Projekten wurde es vollständig recycelt.

Jeanne-Claude wurde nach eigenen Angaben am 13. Juni 1935 in Casablanca geboren. Das ist auch der Geburtstag Christos. Sie wuchs in Paris und in Tunesien auf. Im November 1962 heiratete sie Christo und ging mit ihm zusammen 1964 in die USA, wo sie bis zu ihrem Tode in New York lebte.

Friedrich von Schiller wurde vor 250 Jahren geboren

Marbach am Neckar Mit dem traditionellen Blumengruss gratulierten die Einwohner der kleinen Stadt Marbach dem grössten Sohn ihrer Stadt zum Geburtstag. Dazu warfen Hunderte Menschen Blumen auf das Schillerdenkmal im Zentrum der Stadt.

Denn Friedrich Schiller wurde hier am 10. November 1759 geboren. Der Schriftsteller wurde zu einem der wichtigsten deutschprachigen Autoren in der deutschen Literaturgeschichte. Bereits als Teenager begann er zu schreiben und veröffentlichte bereits mit 22 Jahren sein erstes Theaterstück Die Räuber. Dieses revolutionäre Stück brachte ihm nicht gerade die Sympathien seines Landesherren ein, denn Herzog Karl Eugen von Württemberg verwies ihn des Landes. Schiller ging zunächst nach Mannheim und später nach Jena, wo er mit 30 Jahren Professor an der Universität wurde.

Später wurde er schwer krank und ging nach Weimar. Dort traf er Goethe. Beide verband bald eine enge Freundschaft.

Sein Werk war schon damals bekannt, und er erhielt einige Auszeichnungen . So wurde er 1802 in den Adelsstand erhoben. Er und alle seine Nachfahren durften in Zukunft den Namen “von Schiller” tragen. 1805 jedoch verstarb er in Weimar an Tuberkulose. Er hinterliess ein riesiges literarisches Erbe, unter anderem die Ode an die Freude, ein Gedicht, das 1985 zur Hymne der EU erklärt wurde. Die Musik dazu schrieb der deutsche Komponist Ludwig van Beethoven, ein Zeitgenosse Schillers.

2005 drehte die ARD einen Film über den Dichter mit Matthias Schweighöfer in der Titelrolle.

Schweizer Uhrenstädte wurden UNESCO-Weltkulturerbe

Neuenburg Die Schweiz ist das Uhrenland. Ein Markenzeichen des Landes ist die berümte Swatch. Zwei der Städte, die ganz eng mit der Entwicklung der Schweizer Uhren verbunden sind, sind jetzt in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden.

Die Städte La Chaux-de-Fonds und Le Locle im Kanton Neuenburg haben am Freitag die Urkunde der UNESCO erhalten. Mit dabei war der neue Kulturminister des Landes Didier Burkhalter, der auch aus dem Kanton Neuenburg kommt.

Die Städte liegen in fast 1000 Metern Höhe im Hochjura, einem kleinen Gebirgszug, im Nordwesten der Schweiz. Sie sind seit 250 Jahren Zentren der Uhrenherstellung. Bis auf den heutigen Tag sind viele der Einwohner der Stadt in der Uhrenindustrie beschäftigt.

80 Prozent der Einwohner der Städte sprechen Französisch, nur zwei Prozent sprechen Deutsch.

Die Tigerdompteure auf Heimatbesuch

Hamburg Die Tigerdompteure Siegfried und Roy waren am Wochenende auf Heimatbesuch in Hamburg. Dort, wo ihre große Karriere 1964 begann, trafen sie ihre Fans.

Siegfried Fischbacher wurde 1939 in Rosenheim in Bayern geboren. Bereits mit acht Jahren begann er, Zaubertricks vorzuführen, trat dann ab 1956 als Zauberkünstler am Gardasee auf. 1959 heuerte er auf dem Traumschiff Bremen an, wo er dem Publikum Zauertricks vorführte.

Auf dem selben Schiff heuerte wenig später auch Roy Horn an. Der 1944 in Norddeutschland geborene Teenager verfolgte an Bord des Schiffes die Shows des 5 Jahre älteren Fischbachers.

Anfang der 60er Jahre begannen sie zusammen zu arbeiten. Statt Hasen wurde jetzt Geparden weg gezaubert. Diese Show war ein großer Erfolg an Bord des Traumschiffes.

1964 hatten sie gemeinsam ihr Debut am Astoria-Theater in Hamburg und gingen auf ihre erste Tournee nach Monaco und in die Schweiz. Später kamen die Entertainer auch in die USA, wo sie 1967 in Las Vegas debütierten und ab 1970 in verschiedenen Shows in der texanischen Zauberstadt mitmachten.

1990 eröffnete das Paar Siegfried & Roy seine eigene Show in Las Vegas, in der sie mit weißen Tigern arbeiteten. Mit dieser Show wurden sie weltberühmt.

Im Jahre 2003 war dann die Karriere abrupt beendet, als Roy während einer Show von einem Tiger lebensgefährlich verletzt wurde. Im Frühjahr 2009 fand ein kleines Comeback statt, als das Künstlerpaar zehn Minuten auf einer Gala auftrat und dort mit dem Tiger arbeitete, der Roy 2003 verletzt hatte.

Nun sind sie in Hamburg zu Gast, wo sie sich bei den deutschen Fans und der Stadt bedanken wollten, die für sie das Tor zur Welt geworden war. Dort waren sie Ehrengäste am Hansa Varieté Theater bei der Premeier der neuen Show des Hauses.

Ein Baukunstwerk im Zentrum von Magdeburg

Magdeburg Der Österreicher Friedrich Stowasser lebte von 1928 bis 2000. Unter dem Namen Friedensreich Hundertwasser ist er weltweit als Maler und Architekt bekannt geworden. Er hat eine große Anzahl von Bildern gemalt, er hat Entwürfe für Staatsflaggen gemacht und eine neue Flagge für Neuseeland, seine neue Heimat,  entworfen. Und er hat vor allem viel gebaut und als Architekt in vielen Städten Europas seine Spuren hinterlassen. Das erste von ihm erbaute Haus ist das Kunsthaus in Wien.

Das letzte Haus, das er entworfen hatte, steht in Magdeburg. Er hatte die Entwürfe für dieses einzigartige Bauwerk gemacht. Dann starb er im Februar 2000 auf einer Seereise von Neuseeland nach Europa.

Sein Werk in Magdeburg wurde aber vollendet, und so befindet sich heute im Die Grüne Zitadelle in MagdeburgZentrum der 1200-jährigen Stadt, die im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden war, eine echte Perle der Architektur Hundertwassers, die Grüne Zitadelle. Sie erinnert mit ihren Namen an die Geschichte Magdeburgs als Festungsstadt. Grün ist sie tatsächlich. Überall wachsen Bäume aus dem Haus heraus. Die Dächer sind begrünt. Auf dem Innenhof des Hauses ist der Spielplatz eines Kindergartens, der in dem Haus untergebracht ist. Darüber hinaus beherbergt das Haus ein Hotel und Wohnungen sowie Geschäfte.

Ehrgeizige Projekte in der Hamburger Hafen-City

Hamburg In Hamburg wird seit einigen Jahren viel gebaut. Mitten im Herze der Hansestadt soll die neue Hafen-City entstehen. Das ist ein neuer Stadtteil, der auf ehemaligem Hafengelände liegt. Dort entstehen zur Zeit viele spektakuläre Gebäude.

Das Gebäude, das wohl am interessantesten ist, ist die Elbphilharmonie. Das ist ein gewaltiger Gebäudekomplex aus Glas, der auf einem alten Speichergebäude errichtet wird. Die Glasfassade des Hauses erinnert in seiner Architektur an tobende Meereswellen. Der Glaskomplex wird einen Konzertsaal beherbergen, der Platz für etwa 2000 Konzertbesucher bietet. Dieser Konzertsaal wird auf Federn auf dem alten Speicher stehen, damit man im Saal keine Geräusche von außerhalb hört.

Der gesamte Gebäudekomplex der Elbphilharmonie wird neben dem Konzertsaal auch ein Hotel und Wohnungen beherbergen.

Außer dem Gebäude der Philharmonie wird derzeit auch ein spektakulärer Tunnel errichtet, durch den man mit dem Zug direkt zur Hafen-City fahren wird. Dieser Tunnel führt quer durch die Elbe.

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