Musik


Unbekanntes Material wird jetzt herausgegeben

Wien Der Wiener Hans Hölzer ist 1998 bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik ums Leben gekommen. Jetzt hat man Material von ihm gefunden und es als neue Platte herausgegeben. Hans Hölzer ist weltweit bekannt als der geniale Musiker und Vater des deutschsprachigen Raps Falco.

Bereits als 20-Jähriger machte er in Berliner Jazzbands Musik. Bei der Vierschanzentournee 1977 sah er den ostdeutschen Skispringer Falko Weißpflog, der ihn  sehr beeindruckte. Nach ihm benannte er sich Falco.

Unter diesem Künstlernamen ging er in die Musikgeschichte der Muisknation Österreich ein. Allerdings erinnerte seine Musik nur wenig an die großen österreichischen Musiker, wie Mozart oder Strauß. Aber sein Hit „Rock Mee Amadeus“ wurde 1986 zu einem Welterfolg.

Jetzt hat man unbekanntes Material von ihm gefunden. Unter dem Titel „“The Spirit Never Dies“ kam die CD nun in den Handel. Sie enthält neben einigen bekannten Nummern auch vier neue und einen bislang unbekannten Teil der Jeanny-Trilogie.

Rammstein verherrlicht Gewalt

Berlin Die Berliner Band Rammstein ist in vielen Ländern eine der angesagtesten Bands aus Deutschland. Nun hat die Band eine neue Platte herausgebracht. Die hat es in Deutschland allerdings schwer, denn hier versteht man die Texte der Band, die ausschließlich auf Deutsch singt. Und diese Texte verherrlichen die Gewalt, meinen Jugendschützer. Deshalb landete die Platte gleich auf dem Index für jugendgefährdende Werke.

Auch in der Vergangenheit hatten die Berliner Probleme mit der Öffentlichkeit wegen ihrer Texte. Auch die Bühnenshows und die extrem harte Musik der Band führten zu Diskussionen. In den 90er Jahren wurde Rammstein wegen einigen ihrer Texte und einigem Filmmaterial auch als rechtsextreme Band betrachtet. Gegen diesen Vorwurf verwahrten sich aber die Bandmitglieder. In verschiedenen Interviews verurteilten sie rechtsextreme Tendenzen in der Gesellschaft.

Die Mitglieder von Rammstein sind alle in der DDR geboren worden und aufgewachsen. Lead-Sänger Till Lindemann ist der Sohn des 1993 verstorbenen, ostdeutschen Lyrikers und Schriftstellers Werner Lindemann.

Culcha Candela veröffentlichte neue Single

Berlin Die Multikultiband Culcha Candela aus Berlin hat vor wenigen Tagen ihre neueste Single veröffentlicht. „Monsta“ heißt das Lied, und das ist Berlinisch für „Monster“.

Culca Candela wurde 2001 in Berlin gegründet und ist eine bunte Mischung von Menschen aus vielen nterschiedlichen Ländern und mit unterschiedlichem musikalischen Background, eine bunte Band wie die Stadt, aus der sie kommt.

Seit der Gründung der Band mit dabei ist Johnny Strange, der seine Wurzeln in Deutschland und Uganda hat. Auch der Pole Itchzban und der Kolumbianer Lafrontino sind von Anfang an dabei. Später kamen Larsito und Don Cali aus Kolumbien sowie Mr. Reedoo aus Deutschland dazu. Von Anfang an dabei ist auch der DJ Chino con Estilo aus Korea.

Das besondere am Sound der Band ist ihr Gesang, der nur von den durch DJ Chino aufgelegten Scheiben begleitet wird. Die Lieder der Band sind meist sehr kritisch. Sie wenden sich gegen Fremdenhass und Gewalt. Die Songs reißen aber auch durchaus mit. Bekannt wurde die Band durch ihren Auftritt 2008 bei der deutschen Miniversion des Eurovision Song Contest, dem Bundesvision Song Contest, wo sie ihre Heimatstadt Berlin vertraten. 2010 gehen die Jungs von Culcha Candela auf eine großangelegte Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Tausend Tänzer tanzten Thriller in Braunschweig

Braunschweig Auf dem Braunschweiger Schlossplatz tanzten am Samstagabend etwa 1000 Menschen den Michael-Jackson-Song Thriller.

Die Schweizer Moderatorin Michelle Hunziker hatte es geschafft, diese Menschen innerhalb von drei Stunden zu mobilisieren. Gegen 23 Uhr war es dann soweit. 1000 Menschen und noch viele mehr fanden sich auf dem Schlossplatz der Stadt ein, wo sie zu dem berühmten Song getanzt haben.

Dieser Massenauftritt ist möglicherweise auf dem Weg ins Guiness-Buch der Rekorde als das grösste Open-Air-Tanz-Event zu einem Lied von Michael Jackson.

Nach dem Tanz bekamen die Tänzer und mehrere Tausend Interessierte die Möglichkeit, den neuen Film über Michael Jackson „This Is It“ dort auf dem Schlossplatz zu sehen.

Die Toten Hosen gehen dieser Tage auf Südamerikatournee

Buenos Aires Seit dem Jahre 1992 waren die Toten Hosen insgesamt yehn Mal in Argentinien, zuletzt im Frühjahr 2009. Jetzt sind sie wieder dort. Und dieses Mal will Sänger Campino mit seiner Punkrockband ganz Südamerika erobern. Vom 6. bis 21. November geht ihre Tour quer durch den Kontinent. Dabei werden sie zehn Konzerte in neun Ländern geben. Neben zwei Konzerten in Argentinien zum Auftakt der Tour stehen danach Guatemala, Panama, Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Costa Rica, Nikaragua und zum Schluss Mexiko auf dem Tourplan.

Die Toten Hosen haben ein besonderes Verhältnis zu Südamerika und insbesondere zu Argentinien. Dort haben sie eine große Fangemeinde. Man kennt die Texte ihrer Songs gut im zweitgrößten Land Südamerikas. Im Frühjahr kam auch eine extra für das argentinische Publikum gemachte Platte auf den Markt. Auf dieser Platte sangen die Hosen nicht nur Deutsch, sondern auch Spanisch. Fans bildeten einen Chor bei der Einspielung der Songs.

Ehrgeizige Projekte in der Hamburger Hafen-City

Hamburg In Hamburg wird seit einigen Jahren viel gebaut. Mitten im Herze der Hansestadt soll die neue Hafen-City entstehen. Das ist ein neuer Stadtteil, der auf ehemaligem Hafengelände liegt. Dort entstehen zur Zeit viele spektakuläre Gebäude.

Das Gebäude, das wohl am interessantesten ist, ist die Elbphilharmonie. Das ist ein gewaltiger Gebäudekomplex aus Glas, der auf einem alten Speichergebäude errichtet wird. Die Glasfassade des Hauses erinnert in seiner Architektur an tobende Meereswellen. Der Glaskomplex wird einen Konzertsaal beherbergen, der Platz für etwa 2000 Konzertbesucher bietet. Dieser Konzertsaal wird auf Federn auf dem alten Speicher stehen, damit man im Saal keine Geräusche von außerhalb hört.

Der gesamte Gebäudekomplex der Elbphilharmonie wird neben dem Konzertsaal auch ein Hotel und Wohnungen beherbergen.

Außer dem Gebäude der Philharmonie wird derzeit auch ein spektakulärer Tunnel errichtet, durch den man mit dem Zug direkt zur Hafen-City fahren wird. Dieser Tunnel führt quer durch die Elbe.

Neues Album von Xavier Naidoo

Berlin Mit einem eigens gemieteten Bus ist Xavier Naidoo dieser Tage in Deutschland unterwegs,um sein neues Album zu präsentieren. Dieses Album ist ein Dreifachalbum und trägt den Namen „Alles kann besser werden“. Dabei ist er Journalkisten gegenüber in echter Erzähllaune und berichtet freimütig über sich und seine Vorlieben.

So ist er passionierter Autofahrer. Dennoch ist er am liebsten mit Oldtimern und Wohnmobilen unterwegs, da man damit nicht so schnell fahren kann. Um ein Haar hätte er schon einmal fast seinen Führerschein verloren.

Der 38-jährige sprach sagte in der Vergangenheit desöfteren seine Meinung zu Fragen der Politik und Gesellschaft. Nun berichtete er auch über seine Liebe zu Kindern. Aber mit eigenen Kindern will er sich Zeit nehmen da er nicht sesshaft genug ist.

Naidoo wurde 1971 in Mannheim geboren, wo er auch als Mitglied der Band Mannheims Söhne bekannt wurde. Sein Vater stammt aus Indien, hatte aber eine deutsche Mutter. Xaviers Mutter dagegen ist eine Südafrikanerin arabischer Abstammung.

Der online-Radiosender Laut.fm macht mobil

Konstanz „Laut gegen Nazis“ – das ist das Motto des Radiosenders Laut.fm. Er ist jetzt mit einem eigenen neuen Programm auf Sendung gegangen. Das Programm von Laut.fm ist seit dem 15. Oktober, 18 Uhr, über das Internet zu empfangen.

Entsprechend des ebenfalls online erscheinenden Magazins haOlam.de hat der Sender für sein Projekt prominente Unterstützung gefunden. Unter den Moderatoren des Senders sind bekannte Künstler. Genannt werden Namen von Sebastian Krumbiegel, Tobias Schlegel und Smudo.

Smudo ist bereits seit 1989 der Texter und Rapper der deutschen Hiphop-Gruppe Die Fantastischen Vier. Damals war er gerade 21 Jahre alt und hatte schondrei Jahre zuvor seine Musikerkarriere begonnen.

Sebastian Krumbiegel kommt von der Gruppe Die Prinzen. Er war Thomaner, also Schüler der berühmten Thomasschule in Leipzig und des dazu gehörigen Thomanerchores, mit dem bereits Johann Sebastian Bach im 17. Jahrhundert gearbeitet hat. Seit 1991 bildet er gemeinsam mit weiteren Ex-Thomanern die Band Die Prinzen, deren Besonderheit es ist, dass sie ausschließlich a capella singen.

Tobias Schlegl ist Kabarettist und moderiert das wöchentliche politische Satiremagazin extra3 beim Fernsehsender NDR.

Skateboardfahrer steigen den Düsseldorfer Symphonikern aufs Dach

Düsseldorf Das Symphonieorchester Düsseldorf ist ein bedeutendes Orchester aus Nordrhein-Westfalen. Ihre Spielstätte ist die Tonhalle in Düsseldorf. Das Haus ist eine kreisrunde Konzerthalle am Ufer des Rheins und hat eine riesige Kuppel. Eine große Freitreppe führt auf ein Zwischendach unterhalb der Kuppel.

Tonhalle_Dusseldorf

Dieses Zwischendach ist ein beliebter Platz für Skateboarder. Sie treffen sich dort oben, um gemeinsam Skateboard zu fahren.

So war das aber nicht gedacht, als man die Tonhalle 1925/26 errichtet hatte. Damalsgab es keine Skateboardfahrer. Wenn Menschen auf dem Dach unterwegs waren, waren es Spaziergänger, die von dort aus den Blick über den Rhein genießen wollten.

Die Skateboardfahrer sind heute ein Problem für die Musiker. Denn unter diesem Dach befinden sich ihre Probenräume. Und immer, wenn ein Skateboarder auf dem Dach unterwegs ist, hört man das in den Räumen darunter.

Deswegen wird das Dach jetzt während der Proben abgesperrt.