Etwinning – ein ungewöhnliches Hilfsmittel

Brüssel Mit dem EU-Projekt Etwinning.net ist es einfacher, internationale Partner für gemeinsame Projekte zu finden. Das Projekt verbindet Schulen aus ganz Europa miteinander. Auf der Homepage des Projektes kann man sich selbst, seine Schule und seine Ideen präsentieren und dann auf Partnersuche gehen. Oft sitzt irgendwo anders in Europa jemand, der einen ähnlichen Gedanken schon früher hatte und sich freut, den jetzt mit einem Partner gemeinsam verwirklichen zu können.

Projekte können dabei sehr unterschiedlich sein. Manch einer will mit anderen Schülern Kontakt aufnehmen, um Briefe zu schreiben und sich gegenseitig zu besuchen. Andere wollen gemeinsam europäische Weihnachtstraditionen erforschen und eine Präsentation der Ergebnisse ins Internet stellen.

Lehrer von rund 50 000 Schulen haben sich auf den Seiten von etwinning.net registriert. Allein aus dem deutschen Sprachsaum sind etwa 4000 Schulen registriert. Gemeinsam wurden seit dem Start von etwinning.net rund 12 000 Projekte durchgeführt. Alljährlich findet eine Konferenz statt. Die nächste ist im Februar 2010 in Spanien.

Das weiße Band

Bochum Das weiße Band, der neue Film des österreichischen Regisseurs Michael Haneke erhielt am Sonnabend den Europäischen Filmpreis in der Kategorie Bester Europäischer Film. Auch der Preis für die beste und das beste Drehbuch gingen an Das weiße Band und dessen Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke.

Der Film Das weiße Band ist ein Schwarzweißfilm, der in Norddeutschland in der Zeit kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges spielt. Er schildert eine fiktive Handlung in dem fiktiven Dorf Eichwald.  Die Geschichte wird aus der Sicht des Dorflehrers erzählt, der das Dorf nach dem Beginn des Krieges verlässt, um nie wieder zurück zu kommen.

Der Europäische Filmpreis wird seit 1988 vergeben. In diesem Jahr fand die Verleihung in Bochum statt. Bochum liegt im Ruhrgebiet, das im nächsten Jahr als Metropole Ruhr Kulturhauptstadt Europas sein wird.

Nur noch ein Bild aus einer längst vergangenen Zeit?

Berlin Das zu Ende gehende erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts ist das wärmste Jahrzehnt gewesen, dass weltweit gemessen worden ist. Eine Folge dieser Erwärmung sind Überschwemmungen, Stürme, das Abschmelzen der Gletscher und der Anstieg des Wasserspiegels. Schuld daran ist das Treibhausgas Kohlendioxid, CO2.

Um daran etwas zu ändern, diskutieren derzeit etwa 15 000 Vertreter aller Nationen in Kopenhagen auf der Weltklimakonferenz. Spätestens 2010 muss eine Entscheidung her. Und auch Al Gore meint, dass selbst die USA, einer der größten Klimasünder, im nächsten Jahr zu einem entsprechenden Gesetz finden werden.

Dabei ist es auch ohne viele Gesetze möglich, etwas für das Klima zu tun. So senkt man den CO2-Ausstoß seines eigenen Haushaltes um etwa 300 Kilogramm jährlich, wenn man die Zimmertemperatur um nur Grad senkt. Wenn man ein Kilogramm  Rindfleisch weniger pro Woche isst, senkt man das CO2 um weitere 700 Kilogramm pro Jahr. Lässt man dann noch das Auto so weit wie möglich stehen und fährt Bus oder Bahn, hat man wieder etwas dazu beigetragen. Und nur, wer unbedingt muss, sollte mit dem Flugzeug fliegen.

Luftangriffe werden zur Mine

Berlin Nun geriet auch Bundesverteidigungsminsiter Karl-Theodor von und zu Guttenberg unter Beschuss. Im Zusammenhang mit dem Skandal um die Luftangriffe im afghanischen Kundus Anfang September wird jetzt auch der neue Verteidigungsminister zum Rücktritt aufgefordert.

Am 4. September hatten deutsche Offiziere in Afghanistan einen Luftangriff auf Tankfahrzeuge befohlen. Sie gingen davon aus, dass diese Fahrzeuge eine Gefahr für die deutschen Soldaten in Kundus darstellten. Bei diesem Luftangriff waren über Hundert Menschen zu Tode gekommen. Unter ihnen waren viele Zivilisten, die allerdings zumindest Verbindungen zu den Talibankämpfern hatten, wie ein afghanischer Lokalpolitiker in einem Interview sagte.

Auf der deutschen Seite von Yahoo! kann man dazu an einer Abstimmung teilnehmen. Auf die Frage, ob Guttenberg sein Amt verlassen sollte oder nicht, antworteten etwa 23 Prozent mit Ja. Die Überwältigende Mehrheit von 77 Prozent meint, dass er nicht zurücktreten sollte. In dieser Abstimmung, die seit Montag im Internet erreichbar ist, gaben bislang über 13000 Internet-User ihre Stimme ab.

Deutschland auf Platz 7 der Klimarangliste

Kopenhagen Am Rande der Klimakonferenz wurden am Montag die Ergebnisse eines Klimarankings veröffentlicht. Dieses Ranking umfasst die 57 Länder der Erde, die für 90 Prozent der Klimagase verantwortlich sind. Bei der Ermittlung der Ergebnisse beobachten die Spezialisten der Organisation Germanwatch die Trends und Niveaus der CO2-Verschmutzung sowie die Entscheidungen der Politik. Dieses Ranking wird einmal jährlich durchgeführt und das Ergebnis der Klimakonferenz gegen Ende des Jahres vorgelegt.

Demnach liegt Deutschland heute auf Platz 7 dieses Rankings. Noch 2007 lag das Land auf dem 5. Platz. Am besten schneidet in diesem Jahr Brasilien ab. Es liegt auf dem 4. Platz, denn die ersten drei Plätze wurden gar nicht vergeben, da keines dieser Länder Maßnahmen eingeleitet hat, die dazu führen könnten, den weltweiten Temperaturamstieg um 2 Grad aufzuhalten. Auf Platz 5 der Rangliste liegt Schweden, gefolgt von Großbritannien. Die Schweiz liegt auf Platz 13, Österreich auf Platz 42 und Luxemburg auf Platz 56 hinter China und den USA.

In einem zweiten Ranking geben die Verfasser des Berichtes auch an, welche Länder den größten Anteil an der Verschmutzung der Atmosphäre mit Kohlendioxid haben. Zu jeweils einem Fünftel tragen China und die USA zur Erwärmung der Erde. Russland liegt mit etwa 5 Prozent in dieser Tabelle auf dem 3. Platz. Deutschland liegt mit 2,8 Prozent hier auf Platz 6.

Unter den 300 Millionenstädten gibt es nur vier im deutschsprachigen Raum

Berlin Nur vier der 304 Millionenstädte liegen im deutschsprachigen Raum. Die größte Stadt der Welt ist Angaben von Wikipedia zu Folge Mumbai in Indien. Dort leben rund 13,6 Millionen Einwohner. Europas größte Stadt liegt nur zur Hälfte in Europa: Die türkische Metropole Istanbul hat derzeit etwa 12,5 Millionen Einwohner. Moskau folgt mit 10,5 und London mit 7 Millionen Einwohnern.

Die größte Stadt des deutschsprachigen Raumes ist Berlin. Dort leben über 3 Millionen Einwohner. Die anderen drei Millionenstädte im deutschen Sprachraum sind Hamburg mit 1,7 Millionen, Wien mit 1,6 Millionen und München mit 1,3 Millionen Einwohnern.

Schaut man sich allerdings die Metropolregionen an, ergibt sich ein anderes Bild. Die weltweit größte Metropolregion liegt in Japan, wo in und um Tokio etwa 37 Millionen Menschen leben. In Europa leben die meisten Menschen in und um Moskau. Die größte Metropolregion des deutschsprachigen Raumes umfasst keine der vier Millionenstädte. Mit seinen 10 Millionen Einwohnern ist das Rhein-Ruhr-Gebiet am größten. Die Einwohnerzahl des Gebietes geht allerdings zurück.

Natascha Kampusch berichtet über ihre Gefangenschaft

Wien / Hamburg Gemeinsam mit den Filmemachern Peter Reichard und Alina Teodorescu arbeitet Natascha Kampusch derzeit an einem Dokumentarfilm über ihre achtjährige Gefangenschaft.

Die heute 21-Jährige wurde 1998 in Wien auf dem Weg zur Schule entführt und an einen unbekannten Ort gebracht. Dort lebte sie achteinhalb Jahre lang als Haussklavin des Entführers. Ermittlungen der Polizei, die nach dem Verschwinden des Mädchens eingeleitet wurden, hatten keine Ergebnisse gebracht. Im August 2006 gelang ihr die Flucht aus dem Kellerverlies in Strasshof bei Wien. Ihr Entführer, Wolfgang Priklopil, nahm sich noch am Tag ihrer Flucht das Leben. Bereits wenige Tage nach ihrer Flucht aus dem Verlies wandte sie sich in einem Brief an die Medien und die Öffentlichkeit. In diesem Brief beschrieb sie Priklopil als einen Menschen, der sie in all der Zeit auf Händen getragen und mit Füßen getreten hätte.

Jetzt berichtet sie über ihr Martyrium und ihren Weg zurück ins Leben. Dieser Weg ist sehr schwer für sie, da sie die Schule nicht beenden konnte und acht Jahre ihrer Kindheit und Jugend in jenem Kellerverlies zugebracht hatte. Der Film darüber wird im Januar im deutschen Fernsehen zu sehen sein.

2008 hatte Natascha Kampusch ein kurzes Intermezzo im Fernsehen. In der Sendung Natascha Kampusch trifft auf dem österreichischen Sender Puls 4 traf sie Formel-1-Fahrer Niki Lauda, Filmregisseur Stefan Ruzowitzky und Schauspielerin Veronica Ferres. Nach nur drei Sendungen wurde die Ausstrahlung jedoch eingestellt.

Vor Wildschweinen geflüchtet

Darmstadt Eine Gruppe von nächtlichen Wanderern war in der Nacht zum Sonntag in einem Waldgebiet in Messel in Südhessen unterwegs, als sie auf eine Wildschweinrotte stießen. Die aus zwei Frauen und zwei Männern bestehende Gruppe trat sofort die Flucht an. Sie flüchteten in eine große Mülltonne, in der sie vor den Wildschweinen sicher waren. Aus dieser Tonne trauten sie sich nicht wieder heraus.

Sie riefen von dort aus mit ihrem Handy gegen 2.50 Uhr die Polizei an. Als die wenig später ankam, waren die Wildschweine bereits weg. Die Wanderer konnten aus der Mülltonne befreit werden und unverletzt, aber durchgefroren nach Hause gehen. Ein Polizeisprecher meinte dazu: Die vier hätten Schwein gehabt!

Diese winterliche Nachtwanderung werden sie wohl kaum vergessen.

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