Sesselbahn auf den Weissenstein in Solthurn fährt nicht mehr

Solothurn Der Sessellift auf den mit 1280 Metern höchsten Berg des Kantons Solothurn in der Schweiz war 60 Jahre lang in Betrieb. Nun hat er aufgehört zu fahren. Die Einwohner des Kantons nannten ihn liebevoll die Sesselibahn.

Die Bahn hatte im Jahre 1950 ihren Betrieb aufgenommen und war damit die älteste Sesselbahn der Schweiz. Immer zwei Personen konnten gleichzeitig mit der Sesselbahn befördert werden. An kühlen Tagen bekam man eine Decke, damit es nicht zu kalt werden würde.

Die Eigentümer der Bahn haben angekündigt, eine neue Bahn zu errichten. Diese soll dann bis zu 900 Personen in der Stunde auf den Weissenstein bringen können. Diese Anlage soll in 50 Gondeln jeweils sechs Personen befördern.

Gegen die Stillegung der alten und den Bau eine neuen Anlage regt sich jedoch Widerstand. Viele Leute wollen die alte Anlage wegen ihrer historischen Bedeutung erhalten. Sie müsste allerdings grundlegend renoviert werden, damit man sie weiter betreiben könnte. Das ist den Eigentümern aber zu teuer.

So wird es wohl bald eine neue Seselbahn am Weissenstein im Kanton Solothurn geben.

Die Tigerdompteure auf Heimatbesuch

Hamburg Die Tigerdompteure Siegfried und Roy waren am Wochenende auf Heimatbesuch in Hamburg. Dort, wo ihre große Karriere 1964 begann, trafen sie ihre Fans.

Siegfried Fischbacher wurde 1939 in Rosenheim in Bayern geboren. Bereits mit acht Jahren begann er, Zaubertricks vorzuführen, trat dann ab 1956 als Zauberkünstler am Gardasee auf. 1959 heuerte er auf dem Traumschiff Bremen an, wo er dem Publikum Zauertricks vorführte.

Auf dem selben Schiff heuerte wenig später auch Roy Horn an. Der 1944 in Norddeutschland geborene Teenager verfolgte an Bord des Schiffes die Shows des 5 Jahre älteren Fischbachers.

Anfang der 60er Jahre begannen sie zusammen zu arbeiten. Statt Hasen wurde jetzt Geparden weg gezaubert. Diese Show war ein großer Erfolg an Bord des Traumschiffes.

1964 hatten sie gemeinsam ihr Debut am Astoria-Theater in Hamburg und gingen auf ihre erste Tournee nach Monaco und in die Schweiz. Später kamen die Entertainer auch in die USA, wo sie 1967 in Las Vegas debütierten und ab 1970 in verschiedenen Shows in der texanischen Zauberstadt mitmachten.

1990 eröffnete das Paar Siegfried & Roy seine eigene Show in Las Vegas, in der sie mit weißen Tigern arbeiteten. Mit dieser Show wurden sie weltberühmt.

Im Jahre 2003 war dann die Karriere abrupt beendet, als Roy während einer Show von einem Tiger lebensgefährlich verletzt wurde. Im Frühjahr 2009 fand ein kleines Comeback statt, als das Künstlerpaar zehn Minuten auf einer Gala auftrat und dort mit dem Tiger arbeitete, der Roy 2003 verletzt hatte.

Nun sind sie in Hamburg zu Gast, wo sie sich bei den deutschen Fans und der Stadt bedanken wollten, die für sie das Tor zur Welt geworden war. Dort waren sie Ehrengäste am Hansa Varieté Theater bei der Premeier der neuen Show des Hauses.

Wiener Stadtgärtner machen Kompost aus Laub

Wien Wenn im Herbst die Blätter fallen, bekommen die Stadtgärtner in Wien wie auch in anderen Städten viel Arbeit. Allein in Wien fallen jeden Herbst über 1000 Tonnen Laub von den Bäumen.

Das wird von den Gärtnern zusammengetragen und gesammelt. Die grünen Abfälle werden auf Komposthaufen gesammelt. Aus ihnen wird Dünger und Blumenerde gemacht, die dann im nächsten Jahr wieder benutzt wird.

Auch private Haushalte können dazu beitragen, dass Kompost hergestellt werden kann. Aber, so meint die Umweltstadträtin von Wien, Ulli Sima, man sollte nicht alles Laub wegräumen. Denn im Laub überwintern die Igel, die im Sommer Insekten und Schnecken fressen.

Nicht alles Laub kann kompostiert werden. Verschmutztes Laub wird verbrannt. Mit der dadurch entstehenden Wärme können Wohnungen beheizt werden.

Am 29. Oktober 1969 wurde das Internet“ geboren“

New York Das Internet ist heute vielerorts das wichtigste Arbeitsgerät. Für viele ist es auch ein perfektes Spielzeug. Vor 40 Jahren wurde es „geboren“. Der Vater des Internets ist Leonard Kleinrock.

Der 1934 in New York geborene Professor versuchte am 29. Oktober 1969 eine Information von einem Computer in Los Angeles an einen anderen Computer in Stanford zu übermitteln. Dabei stürzte der Computer ab. Von dem Wort, das übermittelt werden sollten, kamen nur die ersten beiden Buchstaben in Stanford an. Aber obwohl nicht das ganze Wort am Ziel ankam, sieht man diesen Tag doch als den Geburtstag des Internets an.

Kleinrock sagte in vielen Interviews, dass er die Entwicklung des Internets nicht vorhersehen konnte. Auch, dass seine 99 Jahre alte Mutter je im Internet surfen würde, konnte er nicht vorhersehen, denn das Internet war bei seiner Geburt nur den Profis vorgesehen. Computerspezialisten arbeiteten mit dme Netz. Später waren es auch andere Wissenschaftler, die das Internet für ihre Forschungen benutzten. In den ersten fünfzehn Jahren kannten sich die User des Internets alle persönlich.

Heute jedoch ist es weltweit zugänglich. Millionen von Benutzern sind im Netz unterwegs.

Ein Baukunstwerk im Zentrum von Magdeburg

Magdeburg Der Österreicher Friedrich Stowasser lebte von 1928 bis 2000. Unter dem Namen Friedensreich Hundertwasser ist er weltweit als Maler und Architekt bekannt geworden. Er hat eine große Anzahl von Bildern gemalt, er hat Entwürfe für Staatsflaggen gemacht und eine neue Flagge für Neuseeland, seine neue Heimat,  entworfen. Und er hat vor allem viel gebaut und als Architekt in vielen Städten Europas seine Spuren hinterlassen. Das erste von ihm erbaute Haus ist das Kunsthaus in Wien.

Das letzte Haus, das er entworfen hatte, steht in Magdeburg. Er hatte die Entwürfe für dieses einzigartige Bauwerk gemacht. Dann starb er im Februar 2000 auf einer Seereise von Neuseeland nach Europa.

Sein Werk in Magdeburg wurde aber vollendet, und so befindet sich heute im Die Grüne Zitadelle in MagdeburgZentrum der 1200-jährigen Stadt, die im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden war, eine echte Perle der Architektur Hundertwassers, die Grüne Zitadelle. Sie erinnert mit ihren Namen an die Geschichte Magdeburgs als Festungsstadt. Grün ist sie tatsächlich. Überall wachsen Bäume aus dem Haus heraus. Die Dächer sind begrünt. Auf dem Innenhof des Hauses ist der Spielplatz eines Kindergartens, der in dem Haus untergebracht ist. Darüber hinaus beherbergt das Haus ein Hotel und Wohnungen sowie Geschäfte.

ZDFneo – ein digitales Programm

Mainz Am Wochenende begann der Fernsehesender ein neues digitales Fernsehprogramm auszustrahlen. Das Programm trägt den Namen ZDFneo und ist sowohl über Satellit als auch über terrestrische Angebote zu empfengen.

Auf ZDFneo kann man in Zukunft amerikanische und britische Serien sehen, auch in Originalsprache. Darüber hinaus wird Jerry Seinfeld Einzug in deutsche Wohnzimmer halten. Auch die Krimiserie Miami Vice wird wieder zu sehen sein.

Dokusoaps werden genau so im Angebot des Senders sein wie Dokumentarfilme über historische Ereignisse und Persönlichkeiten. Ab Dezember wird die Serie Finale 24 in vierzehn Teilen über die letzten 24 Stunden im Leben von River Phoenix, Janis Joplin und anderen berichten.

Darüber hinaus wird der Sender auch verschiedene Comedy-Formate anbieten, wo deutsche und internationale Komiker und Komödianten ihr Können zeigen und die Menschen zum Lachen bringen werden. Die Sängerin Marta Jandová wird eine Musiksendung moderieren, die die aktuellsten Bestseller präsentieren wird.

Der Sender startete am 1. November um 6 Uhr morgens und zeigte gleich am ersten Tag ein breites Spektrum seines Angebotes.

Gratiskonzert zum Jahrestag des Mauerfalls

Berlin Am 5. November wird die irische Band U2 in Berlin ein Gratiskonzert am Brandenburger Tor geben. Dieses Konzert wird Teil der vielen Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Falles der Berliner Mauer sein. Bandmanager Paul McGuiness sagt, dass es für die Band ein Höhepunkt ist, an dem Ort zu spieleln, an dem vor genau 20 Jahre Europas Geschichte geschrieben wurde. Er freut sich auf ein Spektakel der Extraklasse.

Die Tickets zu diesem Konzert waren allerdings innerhalb weniger Stunden weg.

Aber Musikfans sollten nicht aufgeben. Weitere Konzerte mit U2 folgen im nächsten Jahr. Die Band wird drei Konzerte in Deutschland geben.

Aber auch am 5. November wird es noch weitere Höhepunkte geben. In der Berliner O2-Arena spielt unter anderem Tokio-Hotel. Die Band ist für den MTV-Musik-Award nominiert, der am 5. November vergeben wird.

Aber auch wer nicht nach Berlin kommen kann, kann an jenem Tag mit feiern. ProSieben zeigt nämlich das spontane Gratiskonzert, das Robbie Williams vor einigen Tagen in Berlin gab, am 5. November im Fernsehen.

Ehrgeizige Projekte in der Hamburger Hafen-City

Hamburg In Hamburg wird seit einigen Jahren viel gebaut. Mitten im Herze der Hansestadt soll die neue Hafen-City entstehen. Das ist ein neuer Stadtteil, der auf ehemaligem Hafengelände liegt. Dort entstehen zur Zeit viele spektakuläre Gebäude.

Das Gebäude, das wohl am interessantesten ist, ist die Elbphilharmonie. Das ist ein gewaltiger Gebäudekomplex aus Glas, der auf einem alten Speichergebäude errichtet wird. Die Glasfassade des Hauses erinnert in seiner Architektur an tobende Meereswellen. Der Glaskomplex wird einen Konzertsaal beherbergen, der Platz für etwa 2000 Konzertbesucher bietet. Dieser Konzertsaal wird auf Federn auf dem alten Speicher stehen, damit man im Saal keine Geräusche von außerhalb hört.

Der gesamte Gebäudekomplex der Elbphilharmonie wird neben dem Konzertsaal auch ein Hotel und Wohnungen beherbergen.

Außer dem Gebäude der Philharmonie wird derzeit auch ein spektakulärer Tunnel errichtet, durch den man mit dem Zug direkt zur Hafen-City fahren wird. Dieser Tunnel führt quer durch die Elbe.

Kinder der Schande wurden Deutsche

Paris Während des Zweiten Weltkrieges haben viele deutsche Soldaten Beziehungen zu Frauen in den besetzten Ländern gehabt. Oft wurden auch Kinder in solchen Beziehungen geboren. Diese Kinder nannte man in vielen Ländern  Kinder der Schande. Eines der bekanntesten dieser Kinder ist die Norwegerin  Frida Lyngstad, die in den 70er Jahren als Sängerin der schwedischen Popgruppe ABBA bekannt wurde.

Auch in Frankreich gab es solche Kinder. Man sprichdort  von cirka 200 000 Kindern der Schande. Einige von ihnen wurden jetzt deutsche Staatsbürger, da sie ja einen deutschen Vater haben. Aber diese Kinder sind heute alle um die 65 Jahre alt.

Einesr von ihnen ist der heute 64-jährige Fancis Boullouard. Er lernte wie die meisten von ihnen niemals ihren Vater kennen und lebte mit seiner Mutter allein. Aber er vermisste seinen Vater immer und begann, ihn zu suchen. Er fand eine Spur, die ihn nach Berlin führte. Dort fand er einen Halbbruder.

Nun wurde Francis Boullouard deutscher Staatsbürger. Darüber ist er sehr glücklich und sagt: „Wir sind deutsch-fanzösische Kinder, Kinder Europas!“

Drei Feste am Wochenende

Am kommenden Wochenende wird in den deutschsprachigen Ländern viel gefeiert. Der 31. Oktober ist der Reformationstag, der 1. November ist Allerheligen. Und man feiert natürlich Halloween.

Der Reformationstag geht auf Martin Luther zurück, den großen deutschen Kirchenreformator. Der soll nämlich am 31. Oktober 1517 95 Thesen an das Tor der Schlosskirche von Wittenberg geschlagen haben. Diese 95 Thesen waren der Beginn der Reformation der Kirche, die dann zur Bildung der evangelischen Kirche führte. Heute wird dieser Tag in evangelischen Kirchgemeinden, vor allem in Deutschland und der Schweiz begangen. Man feiert den Tag mit Gottesdiensten.

Am 1. November feiern aber die Katholiken nach wie vor den Gedenktag an alle Heiligen. Man denkt in Gottesdiensten an die Heiligen und an die Verstorbenen. Überall werden auf den Friedhöfen die Gräber in Ordnung gebracht und Kerzen aufgestellt.

Seit einigen Jahren hat auch Halloween in Mitteleuropa Einzug gehalten. Dieser Feiertag ist traditionell der Vorabend von Allerheiligen. Er wurde eigentlich in Irland gefeiert und ist dort auch mit vorchristlichen Traditionen verbunden. Mit irischen Auswanderern kam der Brauch vor etwa 100 Jahren nach Amerika und von dort aus wanderte er weiter nach Mitteleuropa und in viele andere Länder. An Halloween ziehen Kinder und Jugendliche um die Häuser, klopfen bei Leuten an und „verlangen“ Süßigkeiten. Sollten sie sie nicht bekommen, drohen sie mit bösen Streichen.

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